Gerresheimer-Aktie unter Beschuss: Leerverkäufer attackieren Bilanztricks nach Bormioli-Deal
Swantje WeinhageGerresheimer-Aktie unter Beschuss: Leerverkäufer attackieren Bilanztricks nach Bormioli-Deal
Gerresheimer-Aktie: Angriff durch Leerverkäufer
Zusammenfassung Ein Analyseunternehmen wirft dem Pharmaverpacker aggressive Bilanzierungspraktiken vor und hält eine Short-Position. Die UBS kritisiert die Informationspolitik des Konzerns, während sich die Aktie nach einem Ausverkauf leicht erholt.
Artikeltext Der Pharmaverpackungshersteller Gerresheimer sieht sich schweren Vorwürfen wegen seiner Bilanzierungspraktiken ausgesetzt. Die Aktie des Unternehmens ist stark eingebrochen und notiert mittlerweile fast 69 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Gleichzeitig wächst bei Aufsichtsbehörden und Analysten die Sorge um Transparenz und finanzielle Entscheidungen.
Die Probleme begannen nach der Übernahme von Bormioli Pharma im Dezember 2024, für die Gerresheimer einen von Kritikern als überteuert bezeichneten Preis zahlte. Bormioli hatte 2023 einen Nettoverlust von 8 Millionen Euro verbucht, während die Umsätze bis 2024 stagnierten. Die Transaktion belastet Gerresheimer zudem mit einer hohen Schuldenlast, was die Anleger zusätzlich verunsichert.
Die Aktie steht derzeit bei 25,62 Euro – weit entfernt vom jüngsten Höchststand von 82 Euro. Das Unternehmen steht unter regulatorischer Beobachtung, sieht sich mit Skepsis der Investoren konfrontiert und kämpft mit den Schulden aus der Bormioli-Übernahme. Analysten und Leerverkäufer verfolgen die weitere Entwicklung mit großer Aufmerksamkeit.






