17 June 2026, 17:14

Greenlyte und Eurowings setzen auf nachhaltigen Flugkraftstoff in Düsseldorf

Nachhaltiger Flugtreibstoff: Eurowings und Start-up werden Partner

Greenlyte und Eurowings setzen auf nachhaltigen Flugkraftstoff in Düsseldorf

Greenlyte und Eurowings vereinbaren strategische Partnerschaft für nachhaltigen Flugkraftstoff am Flughafen Düsseldorf

Die Unternehmen Greenlyte und Eurowings haben eine strategische Zusammenarbeit vereinbart, um am Flughafen Düsseldorf nachhaltigen Flugkraftstoff (Sustainable Aviation Fuel, SAF) herzustellen. Ziel der Kooperation ist es, durch innovative Technologien eine umweltfreundlichere Luftfahrt voranzutreiben. Zur Formalisierung des Projekts wurde eine Absichtserklärung unterzeichnet.

Das als „Aus der Luft in den Tank“ bezeichnete Verfahren sieht vor, Kohlendioxid aus der Atmosphäre zu filtern und mit grünem Wasserstoff zu verbinden. Daraus wird anschließend synthetischer Flugkraftstoff gewonnen. Ein Teil des benötigten Stroms für den Betrieb soll durch eine Solaranlage direkt am Flughafen bereitgestellt werden.

Der Bau der Anlage soll 2027 beginnen; die Genehmigungsverfahren laufen bereits seit 2023. Die geschätzten Investitionskosten belaufen sich auf über zehn Millionen Euro. Die Produktion des nachhaltigen Kraftstoffs ist für 2028 geplant, mit einer jährlichen Kapazität von etwa 150 Tonnen SAF.

Eurowings wird die gesamte Produktionsmenge der „Reallabor“-Anlage in den ersten drei Jahren abnehmen. Die hergestellte Menge würde – bei einer Beimischungsquote von 50 Prozent – für rund 60 Flüge zwischen Düsseldorf und Palma de Mallorca ausreichen. Allerdings ist der synthetische Kraftstoff bis zu zehnmal teurer als herkömmliches Kerosin.

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Jens Bischof, Vorstandsvorsitzender von Eurowings, betonte, dass das SAF-Reallabor die technische Machbarkeit von strombasiertem, nachhaltigem Flugkraftstoff unter Beweis stelle. Das Projekt markiert einen Schritt in Richtung klimaneutralerer Luftfahrt durch den Einsatz erneuerbarer Energien. Die Produktion soll 2028 anlaufen, wobei Eurowings zunächst die gesamte Menge abnehmen wird. Die höheren Kosten des Kraftstoffs bleiben jedoch eine Hürde für eine breitere Einführung.

Quelle