17 January 2026, 13:58

Grüne Woche 2026 startet mit Sekt-Taufen, Elch-Sandwiches und politischen Protesten in Berlin

Eine Gruppe von Menschen sitzt auf einem grünen Feld beim Washington D.C. Food Truck Festival, umgeben von Fahrzeugen, Fahrrädern und anderen Gegenständen, mit Bäumen, Gebäuden und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Tulpen-Taufe und Elchfleischbrot: Die Tour zur Grünen Woche - Grüne Woche 2026 startet mit Sekt-Taufen, Elch-Sandwiches und politischen Protesten in Berlin

Grüne Woche 2026 in Berlin mit großem Eröffnungsrundgang gestartet

Am frühen Samstagmorgen hat die Internationale Grüne Woche 2026 in Berlin mit einem festlichen Eröffnungsrundgang begonnen. Um 8:00 Uhr eröffnete Ministerpräsidentin Manuela Schwesig die Veranstaltung in der Halle Mecklenburg-Vorpommern und präsentierte ein prominentes Teilnehmerfeld. Darunter befand sich auch Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer, der zum ersten Mal seit seinem Amtsantritt an der Grünen Woche teilnahm.

Der Rundgang dauerte etwa dreieinhalb Stunden, mit kurzen Aufenthalten an den einzelnen Nationalständen. Die Teilnehmer hatten jeweils nur wenige Minuten Zeit, um die Gastgeber zu begrüßen, lokale Spezialitäten zu probieren und weiterzuziehen.

Am Stand des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) wurden Bio-Würstchen ausgestellt – allerdings nur zur Schau, nicht zum Verzehr. Im niederländischen Pavillon nahm Minister Rainer derweil an einer skurrilen Tradition teil: Er taufte eine neue Tulpenart namens „Berliner Jubiläum“. Statt selbst zu trinken, übergoss er die Blume mit Sekt. Im weiteren Verlauf des Rundgangs wurde das kulinarische Angebot üppiger: Die Ukraine servierte Sekt, Bulgarien bot Börek und traditionelle Tänze an, die Tschechische Republik zapfte Bier, und Polen verteilte Würstchen. Estland präsentierte offene Sandwiches mit Elchfleisch und Roggenbrot.

Die Veranstaltung blieb nicht ohne Kontroversen. Aktivisten protestierten gegen Rainers Politik und warfen ihm vor, Programme zum Tierschutz zu kürzen. Kritiker bemängelten, er setze auf billige Fleischproduktion statt die milliardenschwere Förderung des Tierschutzes seines Vorgängers fortzuführen.

Nach einem dicht gedrängten Programm mit Verkostungen, Präsentationen und kurzen Begegnungen endete der Eröffnungsrundgang. Jeder Stand präsentierte seine Besonderheiten – von Elch-Sandwiches bis zu Tulpentaufen. Gleichzeitig rückte die Veranstaltung auch die politischen Spannungen um die Agrarpolitik in den Fokus.