14 January 2026, 18:59

Harte Tarifverhandlungen in der Chemieindustrie: IG BCE fordert mehr Lohn und Sicherheit

Ein altes deutsches Banknoten mit einem Porträt eines Mannes mit der Inschrift "Haldenburger-Balm Gesellschaft Actie 1 Ranges".

Regionale Lohnverhandlungen in der chemischen Industrie beginnen in Düsseldorf - Harte Tarifverhandlungen in der Chemieindustrie: IG BCE fordert mehr Lohn und Sicherheit

Am kommenden Mittwoch starten in Düsseldorf die Tarifverhandlungen für die deutsche Chemieindustrie. Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) fordert höhere Löhne und mehr Arbeitsplatzsicherheit. Die Arbeitgeber haben jedoch bereits Widerstand gegen Lohnerhöhungen signalisiert.

Die Gespräche beginnen im Tarifbezirk Nordrhein und werden in den folgenden Tagen auf andere Regionen ausgeweitet. Zunächst werden regionale Ausschüsse über Entgelttabellen und Ausbildungsvergütungen verhandeln. Nur wenn diese lokalen Gespräche ins Stocken geraten, werden die Verhandlungen auf Bundesebene verlagert.

Die IG BCE vertritt rund 585.000 Beschäftigte in der Branche. Der aktuelle Tarifvertrag läuft noch bis zum 28. Februar 2026. Zwar hat die Gewerkschaft noch keine konkrete Lohnforderung genannt, doch sie besteht auf Maßnahmen zum Schutz der Kaufkraft und der Arbeitsplätze. Die Arbeitgeber hingegen plädieren für einen Lohnstopp.

Das Ergebnis dieser Verhandlungen wird die Löhne und Arbeitsbedingungen von über einer halben Million Beschäftigten in der Chemieindustrie prägen. Jede Einigung, die erzielt wird, bleibt bis Anfang 2026 in Kraft. Die Kluft zwischen den Forderungen der Gewerkschaft und der Haltung der Arbeitgeber deutet auf harte Diskussionen hin.