Henkel kämpft mit Ölpreisen und steigenden Kosten trotz wachsender Nachfrage
Swantje WeinhageHenkel kämpft mit Ölpreisen und steigenden Kosten trotz wachsender Nachfrage
Henkel, Hersteller bekannter Marken wie Persil und Schwarzkopf, kämpft mit steigenden Kosten durch höhere Ölpreise. Das Unternehmen warnt, dass Verzögerungen bei Preisanpassungen das Geschäft belasten könnten. Dennoch stieg die globale Nachfrage nach seinen Produkten in den letzten sechs Monaten um 4,2 %.
Zwischen Oktober 2025 und März 2026 verzeichnete Henkel in den meisten Regionen ein Nachfrageplus. Nord- und Lateinamerika führten mit einem Zuwachs von 7,5 %, gefolgt von der Region Asien-Pazifik mit 6,1 %. Europa verzeichnete hingegen einen Rückgang um 1,8 %. Der Vorstandsvorsitzende betonte, dass die anhaltenden Kostendruckfaktoren – angetrieben durch die gestiegenen Ölpreise – die Ausgaben für Materialien, Logistik und Lieferketten in die Höhe treiben.
Zulieferer und Logistikpartner geben einen Teil dieser Mehrkosten mittlerweile an Henkel weiter. Um dies auszugleichen, setzt das Unternehmen auf die Stärken seiner Produkte, um Preiserhöhungen zu rechtfertigen. Mit Marken wie Persil und Schwarzkopf, die eine hohe Kundenbindung genießen, zeigt sich Henkel zuversichtlich, die Situation zu meistern. Zudem hofft das Unternehmen, dass die aktuelle Krise, die diese Herausforderungen verursacht, nicht das gesamte Jahr anhalten wird.
Henkel beschäftigt weltweit rund 47.000 Mitarbeiter, davon weniger als 20 % in Deutschland. 2021 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von etwa 20,5 Milliarden Euro.
Trotz des Nachfragewachstums steht Henkel vor steigenden Kosten durch die Ölpreisentwicklung. Das Unternehmen verlässt sich auf Produktqualität und Kundenloyalität, um notwendige Preisanpassungen durchzusetzen. Sollte sich die Krise abschwächen, rechnet Henkel damit, seine finanzielle Lage in den kommenden Monaten stabilisieren zu können.






