Henrietta, das trampende Huhn, eroberte den Münchner Hauptbahnhof
Ehrentraud ZirmeHenrietta, das trampende Huhn, eroberte den Münchner Hauptbahnhof
Ein vagabundierendes Huhn sorgt für Überraschung am Münchner Hauptbahnhof
Letzten Freitagabend löste ein herumstreunendes Huhn am Münchner Hauptbahnhof eine kleine Sensation aus. Das Tier, das später den Namen Henrietta erhielt, wurde zwischen den Gleisen entdeckt, bevor es von der Polizei Berlin in Obhut genommen wurde. Ihre ungewöhnliche Angewohnheit, sich in Lieferwagen "per Anhalter" mitnehmen zu lassen, hatte sie weit von zu Hause weggeführt.
Henriettas Abenteuer begann, als sie in der Nähe des Grundstücks ihrer Besitzerin in einen offenen Lieferwagen hüpfte. Die junge Frau, die Hühner als Hobby hält, hatte bereits davor gewarnt, dass das Tier dazu neigt, in Fahrzeuge zu klettern. Als der Wagen den Münchner Hauptbahnhof erreichte, hatte Henrietta bereits etliche Kilometer von ihrem gewohnten Umfeld zurückgelegt.
Bundespolizisten fanden das Huhn zwischen den Gleisen und nahmen es vorläufig auf. Drei Tage lang kümmerten sie sich um das Federvieh, fütterten es mit Haferbrei und tauften es auf den Namen Henrietta. Nach ihrem kurzen Aufenthalt bei der Polizei wurde sie an den Vogelnotdienst Olching, einen örtlichen Vogelrettungsdienst, übergeben.
Gerhard Wendl, der Leiter der Rettungsstation, betreute Henrietta, bis ihre Besitzerin ausfindig gemacht werden konnte. Mit der sicheren Rückkehr nach Hause endete die ungewöhnliche Reise des Huhns.
Henriettas Trampfahrten führten zu einem unerwarteten Zwischenstopp bei der Polizei Berlin und in einer Vogelauffangstation. Mittlerweile ist sie wieder bei ihrer Besitzerin, die bereits zuvor vor ihren Ausflugstendenzen gewarnt hatte. Bisher wurden keine weiteren Vorfälle mit dem Huhn gemeldet.