25 March 2026, 10:16

Historischer Cum-Ex-Prozess in Siegburg: Banker vor Gericht wegen Millionenbetrugs

Schwarz-weiß-Zeichnung eines Gerichtssaals mit einer Gruppe von Menschen an einem überfüllten Tisch, einige sehen ernst oder besorgt aus.

Historischer Cum-Ex-Prozess in Siegburg: Banker vor Gericht wegen Millionenbetrugs

Großer Cum-Ex-Steuerbetrugsprozess in Siegburg begonnen

Vor dem Landgericht Bonn, Abteilung Siegburg, hat ein bedeutender Prozess um den sogenannten Cum-Ex-Skandal begonnen. Im Mittelpunkt stehen Vorwürfe gegen Angeklagte, die während ihrer Tätigkeit für die Hamburger Privatbank M.M. Warburg mutmaßlich Cum-Ex-Geschäfte abwickelten. Durch diese Transaktionen soll der Staat Steuern erstattet haben, die niemals tatsächlich gezahlt wurden. Die Verhandlungen werden voraussichtlich mindestens 53 Verhandlungstage dauern und sich bis Mitte Dezember hinziehen.

Das Gerichtsgebäude selbst wurde erst im vergangenen Jahr für 50 Millionen Euro fertiggestellt und speziell für großangelegte Wirtschaftsprozesse wie diesen konzipiert. Die Staatsanwaltschaft Köln leitet die Ermittlungen; weitere Verfahren sind im Laufe des Jahres 2024 möglich – bis zu sieben zusätzliche Anklagen könnten folgen.

Bundesweit stehen im Zusammenhang mit Cum-Ex-Ermittlungen noch über 1.700 Personen unter Verdacht. Während Details zu neuen Fällen bisher rar sind, wurde kürzlich ein Verfahren in Frankfurt am Main (Hessen) bereits abgeschlossen.

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Den Angeklagten, allesamt ehemalige Mitarbeiter von M.M. Warburg, droht nun ein langwieriger Rechtsstreit, da die Staatsanwaltschaft versucht, die verlorenen Steuereinnahmen zurückzuholen. Der Prozess markiert einen weiteren Schritt in Deutschlands anhaltender Offensive gegen Cum-Ex-Betrugsmodelle. Mit zahlreichen laufenden Ermittlungen und weiteren Anklagen in Aussicht könnte sich das juristische Nachspiel noch weit ins nächste Jahr ziehen. Das Urteil wird zeigen, ob die beschuldigten Banker für den angeblichen Steuerschaden in Höhe von 280 Millionen Euro zur Verantwortung gezogen werden.

Quelle