22 January 2026, 12:53

Holocaust-Gedenken in Mönchengladbach: Ein Vortrag, der zum Hinschauen auffordert

Eine große Anzahl von rechteckigen Betonblöcken verschiedener Höhen, die in einem Gittermuster auf einem geneigten Feld angeordnet sind, mit einem blauen Himmel im Hintergrund.

Holocaust-Gedenken in Mönchengladbach: Ein Vortrag, der zum Hinschauen auffordert

Sondervortrag zum Internationalen Holocaust-Gedenktag in Mönchengladbach

Im kommenden Jahr wird in Mönchengladbach ein besonderer Vortrag den Internationalen Holocaust-Gedenktag markieren. Der lokale Komponist und Pianist Roland Vossebrecker spricht am 27. Januar 2026 im Begegnungscafé Himmel un Ääd. Sein Vortrag mit dem Titel „Deshalb habe ich immer versucht, nicht richtig hinzusehen“ (Daher habe ich immer versucht, nicht genau hinzuschauen) setzt sich damit auseinander, wie die Gesellschaft heute auf sinnvolle Weise an die Opfer des Holocaust erinnern kann.

Veranstaltet wird die Abendreihe vom Mönchengladbacher Verein für Demokratie und Vielfalt. Beginn ist um 19:30 Uhr, der Eintritt ist frei, Spenden sind jedoch willkommen. Da die Plätze begrenzt sind, wird um eine Anmeldung über die Website des Vereins gebeten.

Im Vorfeld des Vortrags führen der Verein und die Initiative Omas gegen Rechts eine Aufklärungskampagne durch. Am 24. und 31. Januar wird in der Fußgängerzone der Stadt ein Informationsstand eingerichtet, der jeweils von 10:00 bis 13:00 Uhr geöffnet ist. Dort erhalten Interessierte Materialien zum Holocaust-Gedenktag. Vossebrecker, bekannt für seine Benefizkonzerte zugunsten der Klimagerechtigkeit, hat bereits über 152.000 Euro für Organisationen wie Oxfam und die Welthungerhilfe gesammelt. In seinem Vortrag wird er die Herausforderungen thematisieren, historische Gräueltaten mit Ehrlichkeit und Verantwortung aufzuarbeiten.

Der Gedenkvortrag und der Informationsstand sollen die Gemeinschaft zu einem aktiven Erinnern anregen. Vossebrecker wird in seinem Beitrag die Bedeutung betonen, sich auch den schwierigen Kapiteln der Geschichte zu stellen. Die Veranstalter hoffen, dass die Angebote zur Reflexion und zum Dialog über die anhaltende Bedeutung des Holocaust beitragen.