07 March 2026, 14:19

Hunderte protestieren in Ahaus gegen geplante Atommüll-Transporte aus Jülich und Garching

Eine große Gruppe von Menschen marschiert auf einer Straße, hält Schilder und Fahnen und demonstriert gegen Atomkraft in Deutschland, mit Fahrzeugen, Gebäuden, Laternenpfählen, Bäumen und einem Tor im Hintergrund.

Neuer Protest gegen Castor-Transport von Atommüll in Ahaus - Hunderte protestieren in Ahaus gegen geplante Atommüll-Transporte aus Jülich und Garching

Rund 450 Menschen versammelten sich am Samstag in Ahaus, um gegen geplante Transporte von Atommüll zu protestieren. Die Demonstration wurde von einem breiten Bündnis aus 58 Gruppen organisiert, darunter Klimaaktivisten, Kirchen und politische Parteien. Im Mittelpunkt stand die bevorstehende Verbringung radioaktiver Abfälle in das örtliche Zwischenlager.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Proteste richteten sich gegen Lieferungen aus drei zentralen Standorten: dem Forschungszentrum Jülich, Garching und Berlin. Insgesamt sollen 152 Castor-Behälter mit radioaktivem Abfall aus Jülich nach Ahaus gebracht werden. Für Garching sind zwei erste Transporte genehmigt, während die Pläne für Berlin noch unklar sind.

Kritiker monieren, dass die Verlegung von Atommüll zwischen provisorischen Lagern wenig sinnvoll sei, solange kein Endlager in Sicht ist. Aktivisten äußerten zudem Bedenken hinsichtlich des Zeitplans und warnten, dass der erste Transport aus Jülich noch vor den Osterferien in Nordrhein-Westfalen am 26. März beginnen könnte.

Ahaus ist seit Langem ein zentraler Standort für die Zwischenlagerung von Atommüll, neben anderen Standorten wie Garching, Jülich und Brokdorf. In der Vergangenheit wurden auch radioaktive Abfälle aus dem Ausland dorthin gebracht, darunter Lieferungen aus der britischen Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield.

Die Demonstration unterstreicht den anhaltenden Widerstand gegen Atomtransporte in Deutschland. Da es bisher kein Endlager gibt, stellen Aktivisten die Verbringung radioaktiver Stoffe zwischen Zwischenlagern weiterhin infrage. Die Proteste in Ahaus spiegeln die breiten Sorgen um Sicherheit und den langfristigen Umgang mit Atommüll wider.

Quelle