Ibbenbüren stellt auf digitales Genehmigungssystem um – drei Tage Pause für Anträge
Ladislaus DowergIbbenbüren stellt auf digitales Genehmigungssystem um – drei Tage Pause für Anträge
Ibbenbürens Bauaufsichtsbehörde stellt am 12. Dezember 2025 auf neues digitales Genehmigungssystem um
Während der Umstellung werden für drei Tage keine neuen Anträge entgegengenommen. Die Behörde versichert jedoch, dass alle bestehenden Funktionen nach dem Wechsel weiterhin verfügbar sein werden.
Die Umstellung ist Teil umfassender Reformen im Rahmen der Initiative „Bauturbo“. Das bundesweite Programm zielt darauf ab, den Wohnungsbau durch kürzere Bearbeitungszeiten zu beschleunigen – einige Fristen sollen von drei auf zwei Monate verkürzt werden. Digitale Anträge sind in Ibbenbüren bereits Standard, doch das aktualisierte System wird die Abläufe weiter vereinfachen.
Am 12. Dezember werden keine neuen digitalen Antragstellungen möglich sein. Stattdessen erhält jeder Beteiligte in laufenden Verfahren eine E-Mail mit der Aufforderung, sich einmalig auf der neuen Plattform zu registrieren. Der volle Betrieb soll ab dem 15. Dezember wiederaufgenommen werden. Hinter den Kulissen laufen im nordrhein-westfälischen Landtag weiterhin Verhandlungen: Die schwarz-grüne Koalition unter der Führung von Bauministerin Ina Brandes (CDU) treibt Änderungen am Bundesbaurecht sowie am Landesbaurecht voran. Diese sehen schnellere Genehmigungsverfahren, verpflichtende digitale Antragsstellung und strengere Fristen für die Ibbenbürener Baubranche vor.
Die Systemmodernisierung steht im Einklang mit den Bestrebungen, Wohnungsbauprojekte zu beschleunigen. Sobald die neue Plattform aktiv ist, bleiben alle bisherigen Funktionen für Architekten, Grundstückseigentümer und Projektentwickler erhalten. Die politischen Beratungen über weitere Reformen dauern derweil an – mit Entscheidungen wird Anfang 2026 gerechnet.