29 April 2026, 22:18

Illegale Abfalltransporte: 69-Jähriger aus Bielefeld vor Gericht

Schilder am Straßenrand mit der Aufschrift "Melden Sie illegale Müllablagerungen und Verschmutzungen" mit Bäumen und Pflanzen im Hintergrund und einer Tafel mit Text im Vordergrund.

Illegale Abfalltransporte: 69-Jähriger aus Bielefeld vor Gericht

Ein 69-jähriger Mann aus Bielefeld ist angeklagt worden, nachdem die Polizei bei einer routinemäßigen Verkehrskontrolle illegale Abfalltransporte entdeckt hatte. Sein überladener und unsachgemäß gesicherter Anhänger transportierte gefährliche Abfälle – ohne die erforderlichen Genehmigungen. Spätere Ermittlungen förderten zudem Verstöße gegen Umwelt- und Steuerrecht zutage.

Der Vorfall begann, als Beamte den Mann im Ostwestfalendamm-Tunnel stoppten. Sein Pferdeanhänger ragte etwa 2,2 Meter über die Ladefläche hinaus, was sofort Misstrauen weckte. Bei der Kontrolle fanden die Behörden alte Haushaltsgeräte, Aluminiumschrott und Stahlabfälle, die sowohl auf der Ladefläche als auch im Inneren des Fahrzeugs verstreut waren.

Ein zweiter Anhänger, ebenfalls im Besitz des Mannes, wurde später mit weiteren Abfällen beladen aufgefunden – darunter mit Altöl beschichtete Fässer und Autokühler mit Resten von Kühlmittel. Der Fahrer konnte keine Genehmigungen nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz für den Umgang mit solchen Materialien vorweisen.

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Weitergehende Überprüfungen ergaben, dass er etwa 20 bezahlte Entsorgungsfahrten ohne die nötige Erlaubnis durchgeführt hatte. Das Bielefelder Zollamt wurde eingeschaltet, um mögliche Steuerdelikte, darunter Steuerhinterziehung, zu prüfen. Die gefährlichen Abfälle wurden schließlich zu einem kommunalen Recyclinghof gebracht, um sie fachgerecht zu entsorgen.

Dem Mann drohen nun mehrere Anklagepunkte, darunter Umweltvergehen, Verstöße gegen das Steuerrecht und das Kreislaufwirtschaftsgesetz. Die Behörden haben die Abfälle beschlagnahmt und ermitteln weiter. Die sachgerechte Entsorgung der gefährlichen Stoffe wurde inzwischen durch die Stadtverwaltung organisiert.

Quelle