Jermaine Jones gesteht: Warum er Großkreutz beim Ruhrderby 2012 absichtlich foult
Swantje WeinhageJermaine Jones gesteht: Warum er Großkreutz beim Ruhrderby 2012 absichtlich foult
Jermaine Jones, ehemaliger Mittelfeldspieler des FC Schalke 04, hat sich offen über sein berüchtigtes Foul an Kevin Großkreutz beim Ruhrderby 2012 geäußert. Der brutale Zweikampf, bei dem Großkreutz durch die Luft flog, zählt bis heute zu den meistdiskutierten Momenten des deutschen Fußballs. Jahre später erklärt Jones nun die Beweggründe dahinter – und gibt seine Einschätzung zur Zukunft Schalkes unter dem aktuellen Trainer Miron Muslić ab.
Die Rivalität zwischen Jones und Großkreutz erreichte 2012 in einem hitzigen Duell zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04 ihren Höhepunkt. Während des Spiels setzte Jones zu einem harten, aber legendären Grätschfoul an, das Großkreutz zu Boden riss. Die Szene ging viral und wurde millionenfach in den sozialen Medien geteilt.
In einem aktuellen Podcast gab Jones nun zu, Großkreutz damals gezielt angegriffen zu haben. Sein Motiv? Die frustrierten Schalke-Fans nach einer schwierigen Phase des Vereins beruhigen. Trotz ihrer einstigen Fehde pflegen die beiden Spieler heute ein gutes Verhältnis.
Nach seinem Abschied von Schalke 2011 führte Jones' Karriere ihn durch verschiedene Ligen und Kontinente. Von 2014 bis 2016 spielte er für die Chicago Fire in der MLS, wechselte dann bis 2018 zu den Colorado Rapids. 2019 folgte ein kurzes Comeback in Europa beim aserbaidschanischen Verein Sabail FK. Als leidenschaftlicher Schalke-Anhänger bleibt er dem Klub bis heute eng verbunden.
Jones lobt den aktuellen Cheftrainer Miron Muslić für die jüngsten Erfolge Schalkes in der 2. Bundesliga. Zwar durchlebt der Verein derzeit eine schwächere Phase, doch der Aufstieg in die erste Liga sei bis Saisonende noch realistisch, zeigt sich Jones überzeugt.
Sein Foul an Großkreutz ist zwar unauslöschlich in die Fußballgeschichte eingangen, doch Jones' Blick richtet sich nun auf die Zukunft Schalkes. Mit Muslić an der Spitze sieht er das Team auf dem richtigen Weg – und betont, dass der Aufstieg vor Saisonende ein erreichbares Ziel bleibt.