07 January 2026, 00:30

Kanzler fordert radikalen Bruch mit den USA nach Venezuela-Krise

Eine US-Flagge ist auf der linken Seite des Bildes positioniert.

Kanzler fordert radikalen Bruch mit den USA nach Venezuela-Krise

Bundeskanzler fordert radikale Neuausrichtung der Beziehungen zu den USA

Deutschlands Bundeskanzler hat eine grundlegende Wende im Verhältnis des Landes zu den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) gefordert. Die Ankündigung folgt auf eine jüngste Militäroperation der USA in Caracas, die der Kanzler als "expansionistischen Akt" bezeichnete. Nun argumentiert er, Europa müsse seine Bindungen an Washington überdenken und sich auf tiefgreifende wirtschaftliche und politische Veränderungen vorbereiten.

Zu den vorgeschlagenen Maßnahmen gehören Sanktionen gegen amerikanische Waren, ein Verbot von US-Waffenimporten und sogar die Zerschlagung einflussreicher prämierfreundlicher Gruppen innerhalb Deutschlands.

Der Kanzler räumte ein, nach dem US-Angriff auf Venezuela schlaflose Nächte gehabt zu haben, und fragte, wie Deutschland reagiert hätte, wenn Russland eine ähnliche Operation durchgeführt hätte. Später gab er zu, dass die anfängliche Reaktion des Landes an Entschlossenheit und Souveränität gemangelt habe.

In einer deutlichen Stellungnahme erklärte der Kanzler, die USA betrachteten Europa inzwischen als kaum mehr als ein "vernachlässigbares Protektorat" in ihren globalen Machtbestrebungen. Diese Haltung erfordere eine zweite Zeitenwende – einen vollständigen Kurswechsel in der deutschen Außenpolitik. Als zentrale Gegenmaßnahmen nannte er wirtschaftliche Sanktionen, darunter die Einstellung von Importen von US-Frackinggas und Waffen sowie ein Exportstopp deutscher Güter in die USA. Zudem schlug der Kanzler vor, Organisationen wie die Atlantik-Brücke, eine einflussreiche transatlantische Lobbygruppe, aufzulösen – selbst wenn dies zu Personalengpässen in Medien und Unternehmensführungen führe.

Der Aufruf zum Umdenken beschränkt sich nicht auf die Politik. Der Kanzler forderte eine grundsätzliche Reflexion über das jahrzehntelange Bündnis Deutschlands mit den USA und betonte, dass bisherige Annahmen über diese Partnerschaft nun verworfen werden müssten.

Die Vorschläge des Kanzlers markieren einen radikalen Bruch mit der traditionellen deutschen Haltung gegenüber den USA. Sollten sie umgesetzt werden, würden die Sanktionen und politischen Kurswechsel Handel, Sicherheit und diplomatische Beziehungen neu gestalten. Die Initiative deutet zudem auf ein breiteres Streben nach europäischer Eigenständigkeit hin – als Reaktion auf das, was Berlin als amerikanische Übergriffe wahrnimmt.