16 February 2026, 06:48

Karneval 2025: Zwischen Tradition, Protest und eisigem Wetter

Ein großer goldener und roter Festwagen, der mit Blumen und anderen Schmuckstücken geschmückt ist, in einem Karnevalsumzug mit einem Gebäude, Strommasten mit Drähten und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Feierwütige, zieht warm an! An Rosenmontag regnet es nicht nur Süßes - Karneval 2025: Zwischen Tradition, Protest und eisigem Wetter

Die Karnevalssaison ist in vollem Gange in ganz Deutschland, mit über 60 Städten und Gemeinden, die sich auf Umzüge und satirische Büttenabende vorbereiten. Vom Rheinland bis nach Bayern werden Traditionen wie die Büttenabende und die Rosenmontagszüge die Straßen füllen – auch wenn die diesjährigen Feierlichkeiten mit kühlem Wetter zu kämpfen haben könnten. Unterdessen gerät eine der provokantesten Figuren des Festes, Jacques Tilly, wegen seiner frechen Entwürfe in juristische Schwierigkeiten.

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Die Autorin dieses Artikels wuchs im Münsterland auf, einer Region, in der der Karneval tief verwurzelt ist. Als Kind besuchte sie Büttenabende – satirische Darbietungen, die Politik und Gesellschaft auf die Schippe nehmen – und mischte sich unter die Menge bei den Rosenmontagszügen. Mit der Zeit ließ die Begeisterung nach, und der Lärm und das Chaos begannen zu ermüden. Heute, im fernen Norden Deutschlands und weit entfernt vom Trubel, überkommt sie gelegentlich ein Gefühl der Wehmut, wenn sie an das Spektakel zurückdenkt.

Die Wettervorhersage für diesen Rosenmontag kündigt eine Mischung aus Schnee und Regen an, was die Stimmung der Jecken dämpfen könnte. Dennoch wird das Treiben in Städten wie Köln, Düsseldorf und Mainz stattfinden, wo Wagen und Kostüme die Straßen erobern. Darunter werden auch die Kreationen von Jacques Tilly zu sehen sein, berühmt-berüchtigt für ihre scharfe politische Satire. Der Designer, eine feste Größe im Düsseldorfer Zug, sorgt erneut für Schlagzeilen – diesmal, weil der russische Präsident Wladimir Putin rechtlich gegen ihn wegen seiner respektlosen Karnevalswagen vorgeht.

Wer der Tradition bisher skeptisch gegenüberstand, könnte durch den "Liebesbrief an den Karneval" einer Kollegin umgestimmt werden. Die Autorin selbst wird die Feierlichkeiten komplett verpassen – berufsbedingt unterwegs während der Hochphase der Saison.

Der Karneval bleibt eine polarisierende Tradition, von manchen geliebt, von anderen ertragen. Die diesjährigen Veranstaltungen finden trotz juristischer Auseinandersetzungen und unwirschen Wetters statt. Für viele macht gerade das Fehlen der Feierlichkeiten – ob freiwillig oder unfreiwillig – die Erinnerungen daran nur umso präsenter.