Katzen als Kultfiguren: Von heiligem Tier bis zur Mode-Ikone Choupette
Ehrentraud ZirmeKatzen als Kultfiguren: Von heiligem Tier bis zur Mode-Ikone Choupette
Katze als Kultobjekt: Von heiligen Tieren bis zu Modeikonen
Katze haben seit jeher einen besonderen Platz in der menschlichen Kultur eingenommen – von der Verehrung in antiken Zivilisationen bis hin zu ihrem Einfluss auf die moderne Mode. Ihre Spuren ziehen sich durch die Geschichte, ob in Filmen, der Kunst oder sogar in Regierungsgebäuden. Manche Samtpfoten haben es sogar zu offiziellen Titeln gebracht und sind dabei so berühmt geworden wie ihre menschlichen Pendants.
Ein besonders prominentes Beispiel ist Socrate, ein Heiliger Birma-Kater, der als offizieller Hoteldirektor des Le Bristol in Paris fungiert. Die Position ist in der Familie quasi Tradition: Schon sein Vater Fa-raon bekleidete das Amt elf Jahre lang, bevor er in den Ruhestand ging. Auf der anderen Seite des Ärmelkanals hat sich Larry, der Hauskater des britischen Cabinet Office, als politisches Urgestein etabliert. Mit 19 Jahren hat der „Chef-Mäusefänger“ bereits sechs Premierminister überdauert.
Auch die Popkultur trägt die Spuren dieser besonderen Mensch-Katze-Beziehung. In den James-Bond-Filmen wurde der Perserkater von Schurke Ernst Stavro Blofeld zur Ikone – etwa in „Liebesgrüße aus Moskau“ und „Feuerball“. Die Schauspielerin Tippi Hedren hielt in den 1960er-Jahren Dutzende Wildkatzen, darunter den sanftmütigen Sibirischen Tiger Gregory. Tragischerweise wurde ihre Tochter Melanie Griffith Jahre später von einem Löwen angegriffen und schwer verletzt.
In derselben Ära avancierten Großkatzen wie Geparden kurzzeitig zum exklusiven Accessoire Londoner Frauen – an der Leine spazieren geführt oder sogar in Restaurants gesichtet. In jüngerer Zeit sorgte die Vorliebe des Modeschöpfers Karl Lagerfeld für seine Birma-Katze Choupette für Schlagzeilen. Das verwöhnte Tier lebte im Luxus und inspirierte Hommagen wie das katzenmotivierte Met-Gala-Outfit von Doja Cat 2023 – ein Design von Oscar de la Renta.
Von Hotelmaskottchen bis zu politischen Dauerbrennern: Katzen schreiben weiterhin menschliche Geschichten mit. Ihre Präsenz in Film, Mode und Alltag spiegelt eine jahrhundertealte Faszination wider. Ob als Machtsymbole oder geliebte Gefährten – diese Tiere bleiben einflussreich wie eh und je.






