26 April 2026, 12:25

Kinderschützer fordern Stopp für Epstein-Merchandise auf Online-Plattformen

Plakat mit einer Person in einer dunkelblauen Uniform und weißem Hut, die heldenhaft mit verschränkten Armen steht, begleitet von fetter schwarzer Schrift "Tritt der Navy bei - Der Dienst für kämpfende Männer" auf einem tiefen dunkelblauen Hintergrund.

Kinderschützer fordern Stopp für Epstein-Merchandise auf Online-Plattformen

Eine französische Kinderschutzorganisation hat sich gegen den Verkauf von Kleidung ausgesprochen, die mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein in Verbindung steht. Die Initiative Mouv'Enfants verurteilte die Artikel, die auf großen Online-Plattformen wie Etsy, Vinted, AliExpress und eBay angeboten wurden.

Die Organisation entdeckte unter anderem Sweatshirts mit den Initialen JEE – eine Abkürzung für Jeffrey Edward Epstein – sowie T-Shirts, die angebliche Verbindungen zwischen Epstein und dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump thematisierten.

Mouv'Enfants betonte, Epstein sei keine Kultfigur, sondern ein verurteilter Verbrecher, der systematische sexualisierte Gewalt gegen Minderjährige verübt habe. Arnaud Gallais, der Gründer der Organisation, verglich den Verkauf solcher Artikel mit der gewinnorientierten Vermarktung der Namen anderer berüchtigter Täter wie Michel Fourniret oder Marc Dutroux.

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Die Initiative forderte ein vollständiges Verbot von Epstein-bezogener Merchandise-Ware und kritisierte, dass die Zulassung solcher Verkäufe die "Straflosigkeit" großer Digitalplattformen zeige. Zudem werde durch die Kommerzialisierung seines Namens das Ausmaß seiner Verbrechen verharmlost.

Vinted und eBay erklärten daraufhin, die beanstandeten Artikel zu entfernen. Vinted verwies auf seine Null-Toleranz-Politik gegenüber Inhalten, die sexualisierte Gewalt verherrlichen, während eBay keine weitere Stellungnahme abgab. Die Plattformen haben damit begonnen, die umstrittene Kleidung aus ihren Angeboten zu nehmen.

Mouv'Enfants setzt sich weiterhin für strengere Kontrollen ein, um ähnliche Angebote künftig zu verhindern. Der Fall wirft erneut Fragen nach der Verantwortung und Moderation auf Online-Marktplätzen auf.

Quelle