15 May 2026, 16:23

Klimaprotest legt Flughafen Köln/Bonn lahm – Aktivisten blockieren Startbahn

Menschen sitzen und stehen in einem Flughafen während einer Demonstration, mit Informationsschildern, Schaufensterpuppen in Kleidern und Deckenbeleuchtung im Hintergrund.

Flughafenblockade: Gericht verurteilt Klimaaktivisten - Klimaprotest legt Flughafen Köln/Bonn lahm – Aktivisten blockieren Startbahn

Zwei Klimaaktivisten der Gruppe Letzte Generation legten im August 2024 den Betrieb am Flughafen Köln/Bonn lahm. Durch die Blockade einer Start- und Landebahn verursachten sie massive Verspätungen, Flugausfälle und finanzielle Verluste für den Flughafen sowie die Passagiere.

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Das Duo – eine 45-jährige Frau und ein 27-jähriger Mann – drang in das Flughafengelände ein, indem es den Außenzaun mit einem Bolzenschneider durchtrennte. Im Inneren klebten sie sich an einer Zufahrt zu einer Start- und Landebahn fest und brachten so den Flugbetrieb zum Erliegen.

Die Blockade führte zu 20 gestrichenen Flügen, einer Umleitung und drei Maschinen, die zum Gate zurückkehren mussten. Rund 3.000 Passagiere waren direkt von Verspätungen betroffen, weitere 13.000 indirekt. Der Flughafen bezifferte die Einnahmeausfälle auf mindestens 50.000 Euro.

Ein Gericht verurteilte die beiden Aktivisten später wegen Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung. Der 27-Jährige erhielt eine elfmonatige Bewährungsstrafe, die 45-Jährige neun Monate auf Bewährung. Zudem müssen beide jeweils 2.000 Euro an eine gemeinnützige Organisation zahlen und 300 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.

Die Aktion war Teil einer koordinierten Kampagne – an demselben Tag gab es ähnliche Proteste an den Flughäfen Berlin Brandenburg, Stuttgart und Nürnberg.

Die Blockade der Startbahn sorgte für erhebliche Behinderungen, betraf tausende Reisende und kostete den Flughafen zehntausende Euro an entgangenen Einnahmen. Beide Aktivisten müssen nun Bewährungsstrafen, Geldauflagen und gemeinnützige Arbeit als Konsequenz ihrer Tat tragen.

Quelle