Koblenz feiert einzigartigen Gottesdienst zwischen Kunst, Wissenschaft und Glaube

Swantje Weinhage
Swantje Weinhage
2 Min.
Ein Altar in einer Kirche mit Skulpturen von Menschen und Kerzen auf Ständern, mit einem Gemälde an der Wand dahinter.Swantje Weinhage

Koblenz feiert einzigartigen Gottesdienst zwischen Kunst, Wissenschaft und Glaube

Einzigartiger ökumenischer Gottesdienst in Koblenz vereint Kunst, Wissenschaft und Kirche

In Koblenz fand ein außergewöhnlicher ökumenischer Gottesdienst statt, der lokale Künstlerinnen und Künstler, Wissenschaftler sowie Kirchenvertreter zusammenbrachte. Die Veranstaltung verband religiöse Reflexion mit kreativem Ausdruck – mit Musik, Reden und bildender Kunst. Gleichzeitig markierte sie den Auftakt einer Ausstellung des Bundes Bildender Künstler Mittelrhein (BBK Mittelrhein).

Die Feier wurde gemeinsam von Superintendent Rolf Stahl der Evangelischen Kirche und Dekan Thomas Darscheid der Katholischen Kirche geleitet. Organist Joachim Aßmann begleitete den Gottesdienst musikalisch.

Professor Wolf-Andreas Liebert von der Universität Koblenz hielt eine Rede, in der er das Wortspiel ersöchpferisch erläuterte – eine Verbindung aus erschöpft (erschöpft) und schöpferisch (kreativ). Er kritisierte, wie in der modernen Gesellschaft Macht und Konsum oft die Kreativität verdrängen. Die Künstlerin Barbara Gröbl präsentierte unterdessen in der Herz-Jesu-Kirche ihre Installation Mensch, die sich mit den Widersprüchen der menschlichen Existenz auseinandersetzt.

Im Anschluss an den Gottesdienst begaben sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ins Künstlerhaus Metternich, wo die BBK-Ausstellung eröffnet wurde. Die gezeigten Werke sind bis Sonntag, den 15. März 2026, für die Öffentlichkeit zugänglich.

Die Zusammenarbeit von Kirchenvertretern, Wissenschaftlern und Künstlern schuf einen besonderen kulturellen Moment in Koblenz. Die Ausstellung im Künstlerhaus Metternich läuft über ein Jahr und gibt Besucherinnen und Besuchern Gelegenheit, sich intensiv mit den behandelten Themen zu beschäftigen. Sowohl Gröbls Installation als auch Lieberts Rede thematisierten die Spannung zwischen menschlicher Kreativität und gesellschaftlichem Druck.

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