28 December 2025, 05:04

Kölner Razzia deckt massive Verstöße gegen Arbeitsrecht und Schwarzarbeit auf

Ein Schwarz-Weiß-Bild einer Fabrik mit Rauch, der aus ihrem Schornstein kommt, umgeben von Gebäuden.

Kölner Razzia deckt massive Verstöße gegen Arbeitsrecht und Schwarzarbeit auf

Behörden in Köln haben bei einer jüngsten Razzia weitverbreitete Verstöße gegen das Arbeitsrecht sowie illegale Aktivitäten aufgedeckt. Zollbeamte und städtische Aufsichtsbehörden kontrollierten 19 Shisha-Bars und fünf Türsteher in Nachtclubs im Stadtzentrum. Bei der Aktion wurden zahlreiche Fälle von Schwarzarbeit, Lohnbetrug und Verdacht auf Sozialbetrug ans Licht gebracht.

Die Überprüfungen förderten schwere Verstöße gegen das Arbeitsrecht zutage. Acht Arbeitgeber hatten ihren Angestellten nicht den gesetzlichen Mindestlohn gezahlt. Fünf Beschäftigte gaben an, es sei ihr erster Arbeitstag – ein Umstand, der den Verdacht auf nicht angemeldete Beschäftigungsverhältnisse weckte. Zwei Mitarbeiter, ein 29-jähriger Inder und ein 27-jähriger Ägypter, arbeiteten ohne die erforderlichen Genehmigungen.

Mittlerweile wurden gegen beide Männer sowie ihre Arbeitgeber Strafverfahren eingeleitet. Gegen zwei weitere Beschäftigte wird wegen des Verdachts auf Sozialbetrug ermittelt. Zudem beschlagnahmten die Behörden über 200 Kilogramm Shisha-Tabak, bei dem der Verdacht besteht, dass er illegal hergestellt wurde. Die Ermittlungen ergaben keine Hinweise auf eine einzelne Person oder ein Unternehmen, das die Mehrheit der kontrollierten Lokale steuert. Dennoch müssen sich nun alle Barbetreiber wegen möglicher Verstöße gegen Arbeits- und Steuerrecht strafrechtlich verantworten.

Die Razzia führte zu mehreren Strafverfahren und der Beschlagnahmung illegaler Waren. Den Arbeitgebern drohen Strafen wegen Lohnverstößen, nicht angemeldeter Beschäftigung und Betrugs. Die Behörden haben bisher keine konkreten Unternehmen oder Personen namentlich genannt, die in die Ermittlungen verwickelt sind.