13 February 2026, 22:45

Krone-Gruppe wechselt Partner: CNH-Marken ersetzen Same Deutz-Fahr in Nordwestdeutschland

Ein Vintage-Plakat von Wiseman-Downs Co., Inc. mit verschiedenen Landmaschinen und Gartenzubehör.

Krone-Gruppe wechselt Partner: CNH-Marken ersetzen Same Deutz-Fahr in Nordwestdeutschland

In der Landwirtschaftsmaschinenbranche Nordwestdeutschlands bahnt sich ein tiefgreifender Wandel an. Die Krone-Gruppe hat eine strategische Neuausrichtung bekannt gegeben: Sie beendet ihre exklusive Partnerschaft mit Same Deutz-Fahr und steigt stattdessen als Händler für Marken des CNH-Konzerns ein. Diese Entscheidung löst eine Welle von Vertragsneuverhandlungen und -kündigungen aus – für viele Händler und Kunden bringt sie vorerst Unsicherheit mit sich.

Ab dem 1. Februar 2026 übernehmen die Krone-Tochtergesellschaften D. Lankhorst & Co. GmbH und Lankhorst Nord GmbH an 14 Standorten den Vertrieb und Service für Case IH, New Holland und Steyr. Betroffen sind dabei zentrale Regionen wie das Emsland und die Grafschaft Bentheim. Die Umstellung umfasst die Bündelung von Verkauf, Kundendienst und digitaler Unterstützung, mit einem besonderen Fokus auf die Erweiterung des Angebots an Mähdreschern und Hochleistungs-Traktoren. Um die neuen Marken vorzustellen, findet am 7. und 8. März 2026 in Emsbüren eine Fachmesse für die Branche statt.

Parallel dazu hat CNH dem langjährigen Partner ABC Bruns die exklusiven Vertriebsrechte für New Holland entzogen – der bestehende Händlervertrag bleibt jedoch noch für weitere 12 Monate gültig. Auch andere etablierte CNH-Händler wie Mager & Wedemeyer, Engbers Söhne, Kotte Landtechnik und Agrartechnik Altenberge spüren die Auswirkungen der Umstrukturierung. Engbers Söhne hat unterdessen eine langfristige Vereinbarung mit Lankhorst getroffen, um den Vertrieb und Service von Case IH und Steyr in der Region fortzuführen.

Lankhorst und Lankhorst Nord agieren künftig als exklusive A-Händler für die CNH-Marken. Dennoch werden sie weiterhin Serviceleistungen und Ersatzteile für Deutz-Fahr-Maschinen in ihrem Vertriebsgebiet anbieten. Wie sich der Vertrieb von Deutz-Fahr in der Region langfristig entwickelt, bleibt jedoch unklar – hier laufen noch Gespräche zwischen Händlern und Herstellern.

Die betroffenen Händler versichern ihren Kunden, dass Verkauf, Service und Ersatzteilversorgung trotz der Vertragsänderungen nahtlos weiterlaufen werden. Die langfristigen Folgen für Handels- und Servicenetze sind allerdings noch nicht absehbar, da die Verhandlungen zwischen Händlern und CNH noch andauern. In den kommenden Monaten dürfte sich die Lage weiter klären, sobald neue Vereinbarungen konkretisiert werden.