Laserangriff auf Hubschrauber über Willich: Polizei sucht dringend Zeugen nach gefährlicher Blendattacke
Eva-Maria TrübLaserangriff auf Hubschrauber über Willich: Polizei sucht dringend Zeugen nach gefährlicher Blendattacke
Laserlicht blendet Hubschrauberpiloten über Willich – Polizei sucht Zeugen
Am Abend des 3. Februar 2026 wurde ein Hubschrauberpilot während eines Fluges über Willich von einem grellen Lichtstrahl vorübergehend geblendet. Der Vorfall ereignete sich gegen 19:10 Uhr in der Nähe der Neustraße und des Brockelswegs und zwang den Piloten, sofort Gegenmaßnahmen einzuleiten, um eine Gefährdung abzuwenden.
Das Licht, bei dem es sich vermutlich um einen Laserpointer handelte, wurde vom Boden aus auf den Hubschrauber gerichtet, während dieser im Seitenwind anflog. Es erleuchtete das Cockpit für mehrere Sekunden, bevor es verschwand und dem Piloten die Sicht zurückgab, sodass er den Flug sicher fortsetzen konnte.
Die Polizei stuft den Vorfall als gefährlichen Eingriff in den Luftverkehr ein – ein schweres Vergehen nach deutschem Recht. Die Behörden suchen nun nach Zeugen und bitten um Hinweise unter der Nummer der Verkehrspolizei: +49 2162 377-0.
Das gezielte Blenden von Piloten stellt eine erhebliche Gefahr für die Flugsicherheit dar. Nach § 315c StGB können solche Straftaten mit bis zu fünf Jahren Haft oder hohen Geldstrafen geahndet werden. In besonders schweren Fällen – etwa bei Ermöglichung weiterer Straftaten oder schwerwiegenden Folgen – droht sogar eine Strafe von bis zu zehn Jahren.
Die Ermittlungen laufen noch auf Hochtouren, wobei die Polizei die dringende Notwendigkeit betont, die Verantwortlichen zu identifizieren. Der Fall unterstreicht die rechtlichen und sicherheitstechnischen Konsequenzen, die mit dem Anstrahlen von Luftfahrzeugen durch Lasergeräte einhergehen – eine Praxis, die Flüge stören und Menschenleben gefährden kann.