21 February 2026, 10:36

Lesung in Düren zeigt den brutalen Kampf um Frauenrechte im Iran

Ayatollah Ali Khamenei, der Oberste Führer Irans, sitzt an einem Schreibtisch und schreibt mit einem Stift auf ein Blatt Papier, während sich hinter ihm ein Bücherregal mit Büchern befindet.

Lesung in Düren zeigt den brutalen Kampf um Frauenrechte im Iran

dfb frauen Veranstaltung in der Dürener Stadtbibliothek: Der Kampf um Frauenrechte im Iran

Eine bevorstehende dfb frauen Veranstaltung in der Dürener Stadtbibliothek rückt den Kampf für Frauenrechte im Iran in den Fokus. Organisiert von Amnesty International, der Bibliothek und der Initiative gegen die Todesstrafe steht am Abend eine Lesung aus "Wie man ein Schmetterling wird" auf dem Programm – ein Buch, das das Leid von Frauen wie Reyhaneh Jabbari aufzeigt. Der Eintritt ist frei, alle Interessierten sind herzlich willkommen.

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Die dfb frauen Veranstaltung findet am 2. März 2026 statt, die Türen öffnen um 18:30 Uhr, die Lesung beginnt um 19:00 Uhr. Die Schauspielerinnen Edgitha Stork und Gabi Uhl verleihen den Stimmen von Reyhaneh Jabbari und ihrer Mutter, Shole Pakravan, Leben – anhand von Briefen und heimlich aufgezeichneten Telefonaten. Diese Dokumente hatte Pakravan nach ihrer Flucht nach Berlin im Jahr 2017 aus dem Iran geschmuggelt.

Reyhaneh Jabbari war erst 19 Jahre alt, als sie wegen der Tötung eines Mannes zum Tode verurteilt wurde, der sie vergewaltigen wollte. Iranische Gerichte wiesen ihren Notwehr-Einwand zurück; 2014 wurde sie hingerichtet. Seitdem kämpft ihre Mutter gegen die Todesstrafe und geschlechtsspezifische Gewalt – trotz Drohungen und Verfolgung.

In ihrem Buch "Wie man ein Schmetterling wird" dokumentiert Pakravan Reyhanehs Schicksal und prangert die systematische Ungerechtigkeit gegen Frauen an. Offizielle Zahlen zu Hinrichtungen von Frauen in ähnlichen Fällen sind kaum erfasst, doch Menschenrechtsorganisationen berichten von Dutzenden solchen Todesfällen im Iran seit 2010. Viele betrafen umstrittene Vorwürfe zu Einwilligung und Selbstverteidigung.

Die Lesung soll auf die anhaltenden Menschenrechtsverletzungen im Iran aufmerksam machen. Durch Reyhanehs Geschichte wollen die Veranstalter strukturelle Ungleichheit und justizielle Willkür thematisieren. Gleichzeitig dient die dfb frauen Veranstaltung als Aufruf zum Engagement gegen die Todesstrafe weltweit.