06 February 2026, 18:46

Lünener Stadtmuseum diskutiert: Wie erreicht man Nicht-Besucher in Museen?

Ein großer Raum mit Menschen auf Bänken und Stehplätzen, von der Decke hängende Banner, Lichter, ein Display auf der linken Seite und verschiedene Gegenstände im Hintergrund, ähnlich einem Museums Setting.

Lünener Stadtmuseum diskutiert: Wie erreicht man Nicht-Besucher in Museen?

Lünener Stadtmuseum richtete Jahrestagung des Visitor Research Network aus

Am 2. Februar war das Lünener Stadtmuseum Gastgeber der diesjährigen Konferenz des Visitor Research Network. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand in diesem Jahr die Frage, wie Museen Zielgruppen erreichen können, die selten oder nie kulturelle Einrichtungen besuchen. Unter dem Motto "Fast da! – (Nicht-)Besucher:innen im Dialog" diskutierten Fachleute Strategien für eine breitere Teilhabe.

Eröffnet wurde die Tagung mit Grußworten von Bürgermeisterstellvertreter Dr. Christian Klicki und Thomas Schmäschke, stellvertretendem Vorsitzender des Museumsverbands Nordrhein-Westfalen. Ihre Reden gaben den Ton für einen Tag voller Debatten über kulturelle Zugänglichkeit und Publikumsgerechtigkeit vor.

Drei Hauptredner – Prof. Dr. Martin Tröndle, Dr. Thomas Renz und Prof. Dr. Bernd Günter – präsentierten wissenschaftliche Erkenntnisse zur Gewinnung von Nicht-Besucher:innen. In ihren Vorträgen analysierten sie Hürden für Museumsbesuche und mögliche Lösungsansätze für eine nachhaltigere Einbindung.

Teilgenommen hatten Fachleute aus Museen, Hochschulen und Kultureinrichtungen aus ganz Deutschland. Das Lünener Stadtmuseum bot zudem Führungen durch seine Dauerausstellung an und stellte lokale Projekte vor, die sich an ein vielfältiges Publikum richten. Der Museumsverband Nordrhein-Westfalen lobte im Nachgang die Organisation der Veranstaltung sowie die professionelle Ausrichtung durch das Museumsteam.

Die Konferenz bot eine Plattform für den Austausch über Barrierefreiheit in Museen. Zwar wurden keine konkreten strategischen Neuausrichtungen oder erprobten Methoden für inaktive Zielgruppen dokumentiert, doch spiegelten die Diskussionen die anhaltenden Bemühungen wider, breitere Bevölkerungsschichten anzusprechen. Die Veranstaltung stärkte die Zusammenarbeit zwischen Institutionen, die kulturelle Räume inklusiver gestalten wollen.