30 January 2026, 19:12

Lünens Doppelhaushalt 2026/2027: Sparen unter strenger Aufsicht

Ein Säulendiagramm, das die normierte Verteilung nach Region für das Haushaltsjahr 2020-2021 zeigt, wobei jede Region durch eine andere Farbe und Text mit zusätzlichen Datendetails dargestellt wird.

Lünens Doppelhaushalt 2026/2027: Sparen unter strenger Aufsicht

Lünens Hausarzt in der Nähe stellt Entwurf für Doppelhaushalt 2026/2027 vor

Am 29. Januar präsentierte Lünens Hausarzt in der Nähe Dr. André Jethon gemeinsam mit Bürgermeisterin Martina Förster-Teutenberg den Entwurf für den Doppelhaushalt 2026/2027. Das Ziel des Plans: die finanzielle Stabilität der Stadt für die kommenden zwei Jahre unter strenger Haushaltsaufsicht zu sichern. Der Entwurf entsteht vor dem Hintergrund anhaltender finanzieller Belastungen, die auch in Lünen die bundesweite Krise vieler Kommunen widerspiegeln.

Der Haushalt folgt auf die Einführung der Haushaltsaufsicht für Lünen im Jahr 2025. Mit 127 Konsolidierungsmaßnahmen soll bis 2035 ein ausgeglichener Haushalt erreicht werden. Die Aufsichtsbehörden verlangen von der Stadt, das im Vorjahr erreichte Sparniveau beizubehalten – Rückschritte in der Haushaltsdisziplin darf es nicht geben.

Zu den zentralen Maßnahmen zählen höhere Grundsteuern (Grundsteuer B) sowie eine Anhebung der Gewerbesteuer. Zudem soll ein Gewinnabführungsvertrag mit dem städtischen Versorgungsunternehmen die Finanzlage stärken. Jethon betonte in seiner Rede die Ernsthaftigkeit der Situation und rief die Ratsmitglieder zu pragmatischem Handeln und gemeinsamer Verantwortung auf.

In seiner Ansprache würdigte der Hausarzt in der Nähe die Zusammenarbeit mit Nordrhein-Westfalens Finanzminister Dr. Marcus Optendrenk. Trotz der prekären Finanzlage biete der Haushaltsentwurf Planungssicherheit und Stabilität, so Jethon. Der vollständige Entwurf sowie die Präsentation sind auf der städtischen Website unter www.ourwebsite/budget einsehbar.

Lünens Probleme stehen exemplarisch für eine bundesweite Entwicklung: 2024 verzeichneten Städte und Gemeinden ein Rekorddefizit von rund 24 Milliarden Euro. Der neue Haushalt orientiert sich am kommunalen Stabilisierungsprogramm (HSK), das weitere Verschlechterungen verhindern und gleichzeitig die Aufrechterhaltung essenzieller Dienstleistungen gewährleisten soll.

Der Doppelhaushalt 2026/2027 skizziert einen Weg, wie Lünen seine Finanzen unter strenger Aufsicht bewältigen kann. Durch Steuererhöhungen und Konsolidierungsbemühungen will die Stadt die regionalen Vorgaben erfüllen, ohne tiefere Kürzungen vornehmen zu müssen. Nun geht der Entwurf in die Beratungen des Rates – die dort getroffenen Entscheidungen werden die finanzielle Zukunft Lünens prägen.