11 January 2026, 22:35

Machtkampf um die Konrad-Adenauer-Stiftung: AKK gegen Merz’ Favoriten Krings

Eine Frau steht in der Mitte und hält ein 'Wähle Hughes'-Schild, umgeben von Menschen, einige halten Schilder mit Text, mit einem Kasten unten im Bild.

Machtkampf um die Konrad-Adenauer-Stiftung: AKK gegen Merz’ Favoriten Krings

Umstrittene Wahl an der Spitze der Konrad-Adenauer-Stiftung im Dezember

Mitte Dezember steht eine umstrittene Wahl für die Führung der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) an. Zwei prominente Kandidaten – Annegret Kramp-Karrenbauer (AKK) und Günter Krings – bewerben sich um das Amt des Präsidenten. Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich öffentlich hinter Krings gestellt.

AKK, ehemalige Verteidigungsministerin und CDU-Vorsitzende, hat sich für die Präsidentschaft der KAS ins Rennen geworfen. Sollte sie gewählt werden, wäre sie die erste Frau an der Spitze der einflussreichen konservativen Stiftung. Ihre internationale Erfahrung als Verteidigungsministerin passt gut zum globalen Engagement der KAS.

Bundeskanzler Merz hat den CDU-Abgeordneten Günter Krings offiziell für das Amt nominiert. Als entscheidende Qualifikationen nannte Merz Krings’ umfangreiche politische und akademische Laufbahn. Die beiden Kandidaten standen sich bereits 2018 gegenüber, als AKK Merz in einer Stichwahl um den CDU-Vorsitz besiegte. Die 52 Mitglieder der KAS werden am 19. Dezember abstimmen – sofern sich bis dahin keine Einigung abzeichnet. Beide Bewerber bringen erhebliche Erfahrung mit, was die Wahl zu einer vielbeachteten Entscheidung macht.

Das Ergebnis der Abstimmung wird bestimmen, wer die KAS in ihre nächste Phase führt. AKK könnte mit ihrer Kandidatur einen historischen Meilenstein für die Stiftung setzen, während Krings’ Nominierung auf starke Unterstützung durch den amtierenden Kanzler verweist. Die Entscheidung wird die Ausrichtung der Organisation in der Außenpolitik und im konservativen Denken prägen.