13 February 2026, 17:02

"Mainz bleibt Mainz" feiert ARD-Live-Premiere mit Satire und Überraschungen

Eine große Menschenmenge, die eine Straße mit Zelten, Bäumen, Pfählen, Lichtern und einer Statue gesäumt, im Hintergrund Gebäude und ein bewölkter Himmel mit Ballons bei der Christopher Street Day Parade in Berlin.

"Mainz bleibt Mainz" feiert ARD-Live-Premiere mit Satire und Überraschungen

Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht: Der berühmteste Karnevalsklassiker im Fernsehen feiert Ard live-Premiere

Am kommenden Freitag geht Deutschlands bekannteste Karnevalsfernsehsendung Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht live auf Sendung. Die Übertragung beginnt am 13. Februar 2026 um 20:15 Uhr auf ZDF – nach einer Generalprobe, die bereits am Mittwochabend im Kurfürstlichen Schloss stattfand. Wie jedes Jahr verspricht die Show eine mitreißende Mischung aus Unterhaltung, Musik und scharfer politischer Satire, auch wenn die konkreten Ziele der Spitzen diesmal bis zur Ard live-Ausstrahlung geheim bleiben.

Der Abend begann mit dem großen Aufmarsch der Garden, angeführt von der Kinderprinzessin Luise I. – ein gelungener Auftakt für eine Nacht, die Tradition mit frischen Auftritten verband.

Andreas Schmitt kehrte in seiner Rolle als Obermessdiener zurück und hielt eine Rede, die sowohl die eigene Partei als auch die Kirche aufs Korn nahm. Seine beißenden Kommentare sorgten für begeisterte Reaktionen im Publikum.

Ein Highlight des Abends war Katharina Greule, die mit einer Sketch über eine Influencerin im Museum weibliches Talent in einer sonst männlich dominierten Karnevalswelt unter Beweis stellte. Markus Schönberg hingegen begeisterte als Ignaz mit einem selbstgeschriebenen Lied über die Verlegung seines geliebten Bauernmarkt-Frühstücks – und brachte damit die gesamte Halle zum Mitsingen.

Florian Sitte, in der Rolle des Till Eulenspiegel, richtete seine scharfe Satire gegen politischen Extremismus und Antisemitismus. Jürgen Wiesmann als Ernst Lustig lockerte die Stimmung anschließend mit seiner absurden Hobby-Dogging-Nummer auf – ein klassisches Beispiel für karnevalistischen Kokolores (nonsensigen Humor).

Ein historischer Moment war der Auftritt von Christina Grom, die als erste Frau in 200 Jahren das traditionelle Protokoll vortrug – eine satirische Jahresrückschau. Zudem verabschiedete sich Hans-Joachim Greb, bekannt als Hobbes, nach 45 Jahren Bühnenpräsenz mit einem schlichten: "Tschüss, helau, das war's."

Die Ausgabe 2026 von Mainz bleibt Mainz wird auch diesmal Humor, Musik und pointierte Gesellschaftskritik vereinen. Welche politischen Ziele genau im Visier stehen, bleibt bis zur Ard live-Sendung am Freitag noch offen. Die Generalprobe bestätigte jedoch erneut den Ruf der Show als lebendiges, mutiges und unterhaltsames Karnevalsspektakel. Zuschauer können die Übertragung ab 20:15 Uhr auf ZDF verfolgen.