Markus Söder steht 2026 vor dem legendären Stockacher Narrengericht
Ehrentraud ZirmeStockacher Narren: Verrückter Andrang auf Eintrittskarten für Söder-Prozess - Markus Söder steht 2026 vor dem legendären Stockacher Narrengericht
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder wird 2026 vor dem Stockacher Narrengericht erscheinen. Das historische satirische Tribunal, das seit 675 Jahren besteht, stellt im Rahmen der karnevalistischen Tradition öffentliche Persönlichkeiten in humorvoller Weise vor Gericht. Es ist das erste Mal seit über vier Jahrzehnten, dass ein amtierender bayerischer Regierungschef vor dem Gericht steht.
Die Verhandlung findet am Schmotzigen Dunschtig, dem Donnerstag vor dem Rosenmontag, während der schwäbisch-alemannischen Fasnet statt. Bekannt für seinen scharfen Humor und scheinbare Anklagen, hat das Narrengericht bereits prominente Angeklagte wie die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel gesehen. Die Karten für Söders Auftritt waren innerhalb kürzester Zeit ausverkauft – der Andrang erinnerte an ein Großkonzert.
Söder folgt damit Franz Josef Strauß, dem letzten bayerischen Ministerpräsidenten, der 1979 vor dem Gericht stand. Die Verhandlung wird live vom SWR übertragen, sodass ein größeres Publikum das scherzhafte Spektakel verfolgen kann. Bisher gibt es keine Angaben zu Ersatzangeklagten, falls Söder nicht teilnehmen sollte.
Der Prozess 2026 führt die lange Tradition des Narrengerichts fort, Satire mit öffentlichem Leben zu verbinden. Söders Auftritt fügt dem Reigen hochkarätiger Angeklagter ein weiteres Kapitel hinzu. Das Ereignis bleibt ein Höhepunkt der Fasnetszeit und verbindet Humor mit regionaler Kultur.