Medienbranche im Umbruch: Zwei Großfusionen erschüttern die deutsche Zeitungslandschaft
Swantje WeinhageMedienbranche im Umbruch: Zwei Großfusionen erschüttern die deutsche Zeitungslandschaft
Fusionen prägen die deutsche Zeitungsbranche: Zwei Großdeals verändern die Medienlandschaft
Die deutsche Zeitungsbranche erlebt eine weitere Konsolidierungswelle, nachdem zwei bedeutende Übernahmen in die Wege geleitet wurden. Die Rheinische Post kündigte Anfang März an, mehrere westfälische Titel zu übernehmen, während der DuMont-Verlag nur wenige Wochen zuvor den Kauf der Kölnischen Rundschau abgeschlossen hatte. Diese Schritte unterstreichen den Trend hin zu großen Medienkonzernen, die den Markt zunehmend dominieren.
Den Anfang machte Ende Februar der DuMont-Verlag, der die Kölnische Rundschau vom Heinen Verlag übernahm. Der Deal markiert einen weiteren Schritt im Niedergang kleiner, unabhängiger Verlage.
Anfang März gab die Rheinische Post bekannt, westfälische Zeitungen samt ihrer Digitalplattformen kaufen zu wollen. Sollte die Transaktion vollzogen werden, würde sie zur auflagenstärksten Tageszeitungsgruppe in Nordrhein-Westfalen aufsteigen.
Die Möglichkeiten der Regulierungsbehörden, solche Übernahmen zu prüfen, sind jedoch begrenzt. Das Bundeskartellamt kann lediglich die Auswirkungen auf Lesermärkte und Werbung bewerten – nicht aber, inwiefern Zusammenschlüsse die meinungsbildende Vielfalt im Journalismus einschränken könnten.
Die jüngsten Übernahmen spiegeln einen übergeordneten Trend im deutschen Mediensektor wider: Immer weniger unabhängige Verlage stehen immer mächtigeren Konzernen gegenüber. Mit der geplanten Expansion der Rheinischen Post verändert sich die Landschaft der Regionalzeitungen in Nordrhein-Westfalen grundlegend. Nun rückt die Frage in den Fokus, wie diese Deals den Wettbewerb in Print- und Digitalmärkten neu gestalten werden.






