Messe Düsseldorf setzt auf arabische Märkte und Rekordumsätze für 2024
Ehrentraud ZirmeDüsseldorf Messeschub für arabisches Geschäft - Messe Düsseldorf setzt auf arabische Märkte und Rekordumsätze für 2024
Düsseldorf bleibt eine der führenden Kräfte in der deutschen Messebranche und belegt mit seiner Ausstellungsfläche bundesweit den vierten Platz. Der lokale Betreiber, die Messe Düsseldorf GmbH, setzt nun verstärkt auf internationales Wachstum – vor allem in der arabischen Welt. Trotz jüngster finanzieller Rückschläge rechnet das Unternehmen für 2024 mit einer deutlichen Erholung.
Im vergangenen Jahr veranstaltete die Messe Düsseldorf 81 Fachmessen, davon 26 direkt in der Stadt. Damit liegt sie hinter Hannover, Frankfurt und Köln auf Platz vier der größten Messestandorte Deutschlands. Die Finanzzahlen für 2023 fielen jedoch enttäuschend aus: Der Umsatz sank auf 342 Millionen Euro, der Gewinn auf 29 Millionen – vor allem wegen der Kosten einer Übernahme.
Die Prognose für 2024 fällt dagegen deutlich optimistischer aus. Der Umsatz soll auf knapp 420 Millionen Euro steigen, der Gewinn auf rund 40 Millionen. Treibende Kraft ist die alle drei Jahre stattfindende Verpackungsmesse Interpack, die nach sechs Jahren Pause zurückkehrt. Ein weiteres Highlight ist die Robotikmesse Xponential im März, die erstmals einen Bereich für Drohnen und Verteidigungstechnik präsentiert. Zudem läuft die internationale Expansion auf Hochtouren: Sechs neue Messeformate sollen auf der Arabischen Halbinsel etabliert werden, darunter eine Verpackungsmesse in Riad und eine Konsumgüterausstellung in Dubai. Geschäftsführer Wolfram Diener sieht in der Region großes Potenzial – die Märkte seien noch nicht gesättigt, und die Konkurrenz sei geringer als in Europa oder Asien. Dennoch bleiben Herausforderungen: Für 2027 erwartet das Unternehmen ein schwächeres Jahr, da mehrere große turnusmäßige Veranstaltungen ausfallen.
Die Messe Düsseldorf setzt auf internationales Wachstum und Leuchtturmveranstaltungen, um die jüngsten finanziellen Einbrüche zu überwinden. Die Interpack 2024 und die neue Robotikmesse werden zeigen, ob die Wende gelingt. Gleichzeitig könnte die Expansion in die arabische Welt dem Messeriesen langfristig neue Chancen eröffnen.