Metallpresswerk in Krefeld kündigt 69 Entlassungen nach Insolvenz an
Swantje WeinhageMetallpresswerk in Krefeld kündigt 69 Entlassungen nach Insolvenz an
Metallpresswerk in Krefeld streicht 69 Stellen nach Insolvenzantrag vor drei Monaten
Die Fabrik, die geformte Metallteile für Fahrzeuge und andere Branchen herstellt, kämpft mit einem drastischen Rückgang der Aufträge. Heute werden die Details zu den Entlassungen in einer Betriebsratssitzung bekannt gegeben.
Das Werk war Anfang des Sommers in die Insolvenz gerutscht, was die Verwaltungsverantwortlichen zum Handeln zwang. Dr. Martin Mucha, Insolvenzverwalter der Kanzlei Mucha & Partner in Düsseldorf, leitet das Verfahren. Trotz der Stellenstreichungen sind sich Betriebsrat, Gewerkschaft IG Metall und Mucha einig, dass der Standort mit der richtigen Investition überlebensfähig bleibt.
Die Suche nach einem neuen Investor läuft bereits. Von den Entlassungen betroffen sind sowohl jüngere Mitarbeiter als auch ältere Arbeitnehmer, die kurz vor der Rente stehen. Nach den Insolvenzregeln beträgt die Kündigungsfrist höchstens drei Monate – unabhängig von der Betriebszugehörigkeit.
Gleichzeitig wird an einer fairen Lösung für die Betroffenen gearbeitet. Das Werk spezialisiert sich auf Metallkomponenten, vor allem für die Automobilbranche, und Befürworter betonen, dass es weiterhin eine tragfähige Zukunft habe.
In der heutigen Sitzung werden die nächsten Schritte für die 69 betroffenen Beschäftigten erörtert. Sollte ein neuer Investor gefunden werden, könnte das Werk mit einer reduzierten Belegschaft weiterbetrieben werden. Aufgrund der Insolvenzregelungen enden einige Arbeitsverhältnisse bereits Ende Oktober.