07 June 2026, 04:15

Mönchengladbach trotzt dem Wohnungsbau-Einbruch mit Rekordzahlen

Bautätigkeit im Wohnungsbau in NRW sinkt    Mönchengladbach baut mehr Wohnungen

Mönchengladbach trotzt dem Wohnungsbau-Einbruch mit Rekordzahlen

Mönchengladbach hat den bundesweiten Trend rückläufiger Wohnungsbauaktivitäten mit einem deutlichen Anstieg neuer Wohnungen trotzt. Während Nordrhein-Westfalen 2025 die niedrigste Fertigstellungsrate seit 14 Jahren verzeichnete, verdreifachte die Stadt ihre Bauleistung nahezu. Eine Kombination aus kluger Finanzierung und städtischer Planung hebt sie aus der allgemeinen Flaute hervor.

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Die Stadt startete 2023 ihre Wohnungsbauoffensive, indem sie rund 43 Millionen Euro in die städtische Wohnungsbaugesellschaft WohnBau investierte. Dieser Schritt legte den Grundstein für einen deutlichen Aufschwung. Bis 2025 stiegen die Baugenehmigungen für neue Wohnungen um 73,6 % – ein Wert, der die regionalen Entwicklungen bei Weitem übertrifft.

Mönchengladbach bewilligte im vergangenen Jahr Fördermittel in Höhe von 43,2 Millionen Euro für 218 Wohneinheiten und erreichte damit fast den Rekordwert von 2024. Zudem sicherte sich die Stadt zusätzliche Landesmittel, indem sie gezielt weitere Zuschüsse beantragte. Das Ergebnis: 2025 wurden 758 Wohnungen fertiggestellt – fast dreimal so viele wie im Vorjahr.

Dieser Erfolg steht in krassem Gegensatz zum Rest Nordrhein-Westfalens. Die Bauquote des Landes sank auf 19,8 Wohnungen pro 10.000 Einwohner, mit nur 37.185 Fertigstellungen – ein Rückgang um 9,4 % gegenüber 2024. Steigende Kreditzinsen, hohe Kosten und weniger Genehmigungen trieben den bundesweiten Rückgang voran. Doch Mönchengladbachs Quote von 28,4 Wohnungen pro 10.000 Einwohner platzierte die Stadt auf Platz drei unter den kreisfreien Städten – 43 % über dem Landesdurchschnitt.

Oberbürgermeister Felix Heinrichs führte den Fortschritt auf eine konsequente Stadtentwicklung und gut getimte Entscheidungen zurück. Der proaktive Ansatz der Stadt habe den Baufortschritt aufrechterhalten, während andere Kommunen kämpfen.

Der Wohnungsbauboom in Mönchengladbach kommt zu einer Zeit, in der der Großteil Deutschlands weniger baut. Mit 758 neuen Wohnungen im Jahr 2025 und stark gestiegenen Genehmigungszahlen zeigt die Stadt, wie gezielte Investitionen und Planung branchenspezifische Herausforderungen überwinden können. Die Ergebnisse unterstreichen ihre Rolle als positive Ausnahme in einem schrumpfenden Sektor.

Quelle