27 December 2025, 07:56

Mönchengladbachs Dienstleistungs-Chef geht nach 47 Jahren in Rente – was bleibt

Ein Plakat mit einer Brücke, die von einer Truss-Struktur umgeben ist, umgeben von Pflanzen, Häusern und Hügeln.

Mönchengladbachs Dienstleistungs-Chef geht nach 47 Jahren in Rente – was bleibt

Hans-Jürgen Schnaß, der langjährige Geschäftsführer der mags, wird Ende des Jahres nach 47 Jahren im öffentlichen Dienst in den Ruhestand treten. Seine Führung prägte die städtischen Dienstleistungen Mönchengladbachs – von der Abfallwirtschaft bis zur Berufsausbildung. Nun bereitet sich die Stadt auf einen Wechsel vor, wenn Jens Hostenbach im Januar die Nachfolge antritt.

Schnaß übernahm die Leitung der mags zu einer Zeit, als deren Aktivitäten auf 13 verschiedene Standorte verteilt waren. Er bündelte sie am Campus Nordpark und optimierte so die Arbeitsabläufe der Organisation. Seine Umstrukturierungsmaßnahmen gingen jedoch über die Logistik hinaus: Er modernisierte auch die Müllabfuhr, indem er Mülltonnen mit Rädern und das Gelbe-Tonne-Recyclingsystem einführte.

Unter seiner Ägide startete die mags Initiativen wie die Mülldetektive und entwickelte den ersten umfassenden Friedhofsentwicklungsplan der Stadt. Zudem gründete er die Beschäftigungs- und Qualifizierungs GmbH (BQG), eine Tochtergesellschaft, die sich auf die Vermittlung langzeitarbeitsloser Bürger in stabile Arbeitsverhältnisse spezialisiert. Heute beschäftigt das Programm fast 80 Menschen. Schnaß legte großen Wert auf die Berufsausbildung und ermutigte Auszubildende, frische Ideen einzubringen. Sein Engagement für Innovation brachte ihm den Ehrentitel Ehrenbrandmeister der städtischen Feuerwehr ein – ein Zeichen für seine enge Verbindung zu den Rettungsdiensten. Kollegen betonen, dass sein Führungsstil, der auf Teamarbeit und gemeinsamen Werten basiert, die Unternehmenskultur nachhaltig geprägt hat.

Am 1. Januar 2026 übernimmt Jens Hostenbach die alleinige Geschäftsführung der mags und der GEM. Derzeit als Finanzvorstand der Gruppe und Geschäftsführer der GEM tätig, wird er zudem den Aufsichtsratsvorsitz innehaben. Seine Ernennung folgt auf Jahre der Zusammenarbeit mit Schnaß und soll einen reibungslosen Übergang gewährleisten.

Mit Schnaß’ Ausscheiden endet eine Ära für die städtischen Dienstleistungen Mönchengladbachs, doch seine Projekte – von Recyclingreformen bis zur Arbeitsmarktintegration – bleiben bestehen. Hostenbachs Beförderung steht für Kontinuität: Der neue Geschäftsführer baut auf einer Basis zentralisierter Abläufe und gemeinwohlorientierter Initiativen auf. Der Wechsel tritt wie geplant zu Beginn des Jahres 2026 in Kraft.