Neuer Chef für die Stadtwerke Gütersloh: Dirk Thole übernimmt 2026 mit klaren Zielen
Eva-Maria TrübNeuer Chef für die Stadtwerke Gütersloh: Dirk Thole übernimmt 2026 mit klaren Zielen
Die Stadtwerke Gütersloh haben Dirk Thole zum neuen Geschäftsführer ernannt. Er wird sein Amt am 1. Juli 2026 antreten. Der 57-jährige Lohneer bringt jahrzehntelange Erfahrung in den Bereichen Energie, Telekommunikation und Vertrieb mit.
Seine Bestellung erfolgte nach Zustimmung des Gütersloher Stadtrats und des Aufsichtsrats des Unternehmens.
Thole übernimmt die Nachfolge von Dietmar Spohn, der seit Dezember 2024 als Interimsmanager tätig ist. Um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten, wurde Spohns Vertrag bis zum 30. Juni 2026 verlängert. Tholes erste Amtszeit beträgt fünf Jahre und beginnt direkt im Anschluss.
In den vergangenen fünf Jahren haben die Stadtwerke Gütersloh ihren Fokus stark auf erneuerbare Energien und die Elektrifizierung gelegt. Zu den wichtigsten Erfolgen zählen der Ausbau der Wind- und Solarenergie – seit 2023 wurden 20 Megawatt Photovoltaik-Leistung hinzugefügt – sowie der Aufbau eines E-Mobilitätsnetzes mit über 150 Ladestationen bis 2025. Zudem führte das Unternehmen die Initiative "GrünStrom Gütersloh" ein, die Kunden zu 100 Prozent Ökostrom anbietet.
Weitere Projekte im Rahmen der aktuellen Strategie umfassen eine Partnerschaft mit EnBW zur Wasserstofftechnologie, die 2024 in einem Pilotprojekt erprobt wurde, sowie die Umstellung der Busflotte auf 50 Elektrofahrzeuge bis 2026. Das seit 2022 laufende Smart-City-Projekt "Gütersloh Energiewende" nutzt IoT-basiertes Energiemanagement, um die lokale Versorgung zu optimieren.
Thole hat seine Prioritäten als Geschäftsführer klar benannt: die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, die Nachhaltigkeit voranzutreiben und die wirtschaftliche Stabilität zu wahren. Sein Ziel ist es, den laufenden Wandel in den Bereichen Energie und Mobilität mit einem ausgewogenen Ansatz zu gestalten.
Tholes Führung beginnt in einer Phase, in der die Stadtwerke Gütersloh ihre Transformation hin zu erneuerbaren Energien und intelligenter Infrastruktur weiter vorantreiben. Seine Erfahrung passt zu den jüngsten Fortschritten des Unternehmens beim Solarausbau, der E-Mobilität und grünen Initiativen. Die Übergangsphase mit Spohn dauert bis Ende Juni 2026.