25 June 2026, 00:20

Neues Biopestizid aus Bakterien: HHU Düsseldorf revolutioniert nachhaltigen Pflanzenschutz

Nachhaltige Pestizide für die Landwirtschaft

Neues Biopestizid aus Bakterien: HHU Düsseldorf revolutioniert nachhaltigen Pflanzenschutz

Forschungsgruppe der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf entwickelt umweltfreundliches Pestizid auf Bakterienbasis

Eine Forschungsgruppe der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) wird in den nächsten fünf Jahren ein ökologisches Pestizid auf Basis von Bakterien entwickeln. Das Projekt mit dem Namen PyreComm zielt darauf ab, eine nachhaltige Alternative zu synthetischen Chemikalien zu schaffen, die der Umwelt schaden. Die Finanzierung stammt vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR).

Das Team unter der Leitung von Dr. Wilken setzt genetisch modifizierte Vibrio-natriegens-Bakterien ein, um Pyrethrin-Verbindungen herzustellen – natürliche Biozide, die in der Dalmatinischen Insektenblume vorkommen. Die Bakterien werden in Bioreaktoren mit holzbasierten Rohstoffen gezüchtet, was die Landwirtschaft direkt mit der Pestizidproduktion verknüpft.

Das Vorhaben steht im Einklang mit der „Farm-to-Fork-Strategie“ der EU, die gesündere und nachhaltigere Lebensmittelsysteme fördert. Zudem unterstützt es die Nationale Bioökonomiestrategie Deutschlands, die eine Kreislaufwirtschaft mit erneuerbaren Ressourcen vorantreibt. Das BMFTR stellt für die Initiative im Rahmen seines Programms „Kreative Nachwuchstalente für die Bioökonomie“ rund 2,7 Millionen Euro bereit.

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Synthetische Pestizide schützen derzeit Ernten vor verheerenden Verlusten – ohne sie könnten die globalen Erträge um 30 bis 80 Prozent einbrechen. Allerdings schädigen diese Chemikalien oft nützliche Insekten, bleiben in der Umwelt bestehen und gelangen in die Nahrungskette. Die neue Methode bietet eine skalierbare, halb-synthetische Lösung für diese Probleme.

Das PyreComm-Projekt erwartet, dass sein Biopestizid zügig nach EU-Vorschriften zugelassen wird. Es soll eine nachhaltige und wirksame Alternative zu herkömmlichen Pestiziden bieten. Die Forschung könnte die Umweltbelastung der Landwirtschaft deutlich verringern, ohne die Ernährungssicherheit zu gefährden.

Quelle