Neuzugänge beim BVB? Ricken versteht Fan-Erwartungen
Neuzugänge beim BVB? Ricken versteht die Erwartungen der Fans
Borussia Dortmund gab im vergangenen Sommer viel Geld aus, um die Mannschaft zu verstärken. Doch keiner der Neuzugänge hat sich bisher als Stammspieler etabliert. Sportdirektor Lars Ricken zog dennoch eine positive Zwischenbilanz – auch wenn er die wachsende Unzufriedenheit unter den Fans nachvollziehen kann.
Borussia Dortmunds Sommertransfers haben einen durchwachsenen Saisonstart erlebt. Der Verein investierte kräftig in junge Talente, doch keiner der Neuverpflichtungen hat sich bisher einen festen Platz in der Startelf erkämpft. Die Fans zeigen sich zunehmend frustriert über die bisher begrenzte Wirkung der Neuzugänge.
Am häufigsten kam bisher Jobe Bellingham zum Einsatz: In 14 Ligaspielen stand er fast 500 Minuten auf dem Platz. Sein Auftritt gegen den SC Freiburg wurde als einer seiner besten bewertet – endete jedoch mit einer Roten Karte. Die Sperre wird ihn nun die Spiele gegen Gladbach und das Neujahrsduell gegen Frankfurt kosten.
Carney Chukwuemeka bestritt in der Hinrunde 12 Partien, stand dabei aber nur fünfmal in der Startformation. Sein einziger Scorerpunkt war ein Tor. Fábio Silva bleibt unterdessen hinter Sturmkollege Serhou Guirassy zweite Wahl, auch wenn er in neun kurzen Bundesliga-Einsätzen drei Vorlagen beisteuern konnte. Gerüchten zufolge hatte Silva mit einem Wechsel im Winter geliebäugelt, um vor der WM mehr Spielpraxis zu sammeln. Sportdirektor Lars Ricken wies einen Abgang im Januar jedoch zurück. Gleichzeitig räumte er die wachsende Unzufriedenheit der Fans ein, verteidigte aber die Vereinsstrategie, gezielt in junge Spieler zu investieren. Ricken betonte, die Akteure bräuchten „die notwendige Zeit“, um sich zu entwickeln. Bellinghams Weg zum BVB verlief dabei nicht geradlinig: Nach seinem Abschied von Birmingham City 2023 spielte er zwei Jahre bei Sunderland, bevor er im Juni 2025 zum Verein stieß.
Dortmunds Sommerneuzugänge kämpfen weiterhin mit den Anforderungen der ersten Mannschaft. Mit Bellinghams Sperre und anderen Spielern, die noch Fuß fassen müssen, bleibt der Klub geduldig. Die Rückrunde wird zeigen, ob sich die Investitionen in junge Talente auszahlen.