Nnamdi Collins' kurzes Debüt wirft Fragen zur deutschen Nationalmannschaft auf
Swantje WeinhageNnamdi Collins' kurzes Debüt wirft Fragen zur deutschen Nationalmannschaft auf
Nnamdi Collins gab sein Debüt für die deutsche Nationalmannschaft am 2. September 2022. Das Spiel gegen die Slowakei markierte seinen ersten Länderspieleinsatz, auch wenn er nur 45 Minuten auf dem Platz stand. David Hancko erzielte das Führungstor und ließ dabei den jungen Verteidiger hinter sich.
Julian Nagelsmann berief Collins für die Länderspielpause im September erstmals in den Kader. Er war der einzige Abwehrspieler im Team, der als rechter Außenverteidiger eingesetzt werden konnte. Trotz der kurzen Spielzeit verteidigte Markus Krösche, Sportdirektor von Eintracht Frankfurt, seine Leistung.
Krösche betonte, Collins habe unter den gegebenen Umständen eine solide Vorstellung geboten. Gleichzeitig forderte er eine bessere Nachwuchsförderung und schlug vor, dass Deutschland Spieler gezielt für spezifische Positionen ausbilden solle. Zudem unterstrich er die Bedeutung einer stabilen Struktur, damit junge Talente ihr volles Potenzial entfalten können. Krösche wies außerdem darauf hin, dass das Fehlen eines echten „Neuner“-Stürmers die jüngsten Ergebnisse der Mannschaft beeinträchtigt habe.
Collins’ kurzer, aber bedeutender Einstand als einzige Option auf der rechten Abwehrseite wirft ein Licht auf grundlegendere Probleme in der Spielerentwicklung und Teamzusammenstellung. Seine künftigen Einsätze könnten davon abhängen, wie diese Herausforderungen angegangen werden.
