30 April 2026, 22:20

NRW-Agrarministerin Gorißen lehnt pauschale Stallpflicht für Geflügel ab

Eine gro├če Gruppe von Hühnern in einem Drahtzaun-K├Âhler mit einer Wand und einer Tür im Hintergrund, einschließlich eines Eimers mit Hühnern auf der rechten Seite.

Kein fl├Ąchendeckender Stallpflicht in NRW - NRW-Agrarministerin Gorißen lehnt pauschale Stallpflicht für Geflügel ab

Nordrhein-Westfalens Agrarministerin lehnt flächendeckende Stallpflicht für Geflügel ab

Silke Gorißen (CDU), Landwirtschaftsministerin von Nordrhein-Westfalen, hat Forderungen nach einer generellen Stallpflicht für Geflügel zurückgewiesen. Eine solche Regelung würde ihrer Ansicht nach sowohl das Tierwohl als auch kleine Betriebe belasten. Die Entscheidung fällt in eine Phase, in der der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) eine bundesweite einheitliche Lösung fordert.

Der ZDG hatte sich dafür ausgesprochen, Geflügel in ganz Deutschland verpflichtend in Ställen zu halten. Der Vorstoß erfolgte vor dem Hintergrund von Bedenken zur Seuchenprävention. Die Bundesregierung hat die Entscheidung jedoch den einzelnen Ländern überlassen.

Gorißen verwies auf die Belastung für Tiere, die nach freier Haltung plötzlich in geschlossenen Ställen leben müssten. Zudem warnte sie, dass kleine Betriebe die zusätzlichen Kosten für eine Umstellung auf reine Stallhaltung kaum tragen könnten. Die Ministerin betonte, dass mögliche Änderungen Tierwohl, praktische Umsetzbarkeit und wirtschaftliche Rahmenbedingungen gleichermaßen berücksichtigen müssten.

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Das Bundeslandwirtschaftsministerium erklärte, dass Maßnahmen zur Seuchenbekämpfung von den regionalen Gegebenheiten abhängen. Die Länder seien aufgefordert, Risiken und Lösungen eigenständig zu bewerten, statt einer pauschalen Regelung zu folgen.

Mit der Ablehnung bleibt Geflügel in Nordrhein-Westfalen vorerst der Auslauf erhalten. Landwirte werden so vor akuten finanziellen Belastungen bewahrt, während die Tiere in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können. Sollten sich die Risikolage oder gesetzliche Vorgaben ändern, könnte das Thema jedoch erneut auf die Agenda kommen.

Quelle