14 April 2026, 04:19

NRW baut Ladeinfrastruktur aus – doch die Nachfrage übersteigt das Angebot

Elektrofahrzeug-Ladestation mit Treppe und Geländer neben einem Gebäude mit Fenstern und Säulen, umgeben von Grün

Anzahl der Ladepunkte in NRW deutlich gestiegen - NRW baut Ladeinfrastruktur aus – doch die Nachfrage übersteigt das Angebot

Die Zahl der öffentlichen Ladestationen für Elektrofahrzeuge in Nordrhein-Westfalen (NRW) ist im vergangenen Jahr um 18 Prozent gestiegen. Stand 1. Oktober 2025 verfügt die Region über knapp 35.300 öffentlich zugängliche Ladepunkte. Branchenvertreter warnen jedoch, dass der Ausbau beschleunigt werden müsse, um die wachsende Nachfrage zu decken.

Aktuell gibt es in NRW rund 8.300 Schnellladestationen, die jeweils mehr als 22 Kilowatt Leistung bieten. Auch die gesamte Ladekapazität in der Region ist um über 11 Prozent gewachsen und liegt nun bei durchschnittlich 38,7 Kilowatt pro Ladepunkt. Trotz dieser Fortschritte bleibt das Verhältnis zwischen Elektrofahrzeugen und Ladepunkten ungleichmäßig.

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Zum 1. Juli 2025 kamen in NRW im Schnitt 19,5 Elektroautos auf einen öffentlich zugänglichen Ladepunkt. Besonders hoch war die Quote im Kreis Euskirchen, wo 39,8 Fahrzeuge auf eine Station entfielen. Dagegen wies Oberhausen mit nur 10,2 Autos pro Ladepunkt das beste Verhältnis auf.

Bundesweit führte Heilbronn mit der niedrigsten Quote – hier teilten sich lediglich 4,8 Elektrofahrzeuge einen Ladepunkt. Insgesamt lag die Wachstumsrate der Ladeinfrastruktur in Deutschland bei 16 Prozent und damit leicht unter dem NRW-Wert von 18 Prozent.

VDA-Präsidentin Hildegard Müller äußerte Bedenken wegen des nachlassenden Expansionstempos. Sie forderte eine schnellere Umsetzung, um Fahrern einen zuverlässigen Zugang zu Ladestationen zu garantieren.

Das Ladenetz in NRW ist zwar gewachsen, doch bestehen weiterhin Versorgungslücken. Mit fast 35.300 öffentlichen Ladepunkten muss die Region die ungleiche Verteilung und Kapazitätsanforderungen angehen. Branchenvertreter betonen die Notwendigkeit kontinuierlicher Investitionen, um die steigende Zahl an Elektrofahrzeugen zu unterstützen.

Quelle