27 April 2026, 00:28

NRW-Bibliotheken werden zu lebendigen Orten des Lernens und sozialen Austauschs

Eine gut organisierte Bibliothek mit hohen Backsteinwänden, die ordentlich mit Bücherregalen gefüllt sind, die von oben beleuchtet werden.

NRW-Bibliotheken werden zu lebendigen Orten des Lernens und sozialen Austauschs

Bibliotheken in Nordrhein-Westfalen (NRW) entwickeln sich über ihre traditionelle Rolle als Ausleihstellen für Bücher hinaus. Experten betonen zunehmend ihre Bedeutung als lebendige Orte des Lernens, der sozialen Begegnung und des gemeinschaftlichen Austauschs. Mit über 22,3 Millionen Besuchen im Jahr 2023 beweisen diese Einrichtungen ihren Stellenwert in der modernen Gesellschaft.

Im Jahr 2023 zählte NRW mehr als 1.700 öffentliche Bibliotheken – so viele wie in keinem anderen Bundesland. Die Einwohner nutzten sie über 22,3 Millionen Mal, was durchschnittlich 1,2 Besuche pro Person entspricht. Trotz der großen Beliebtheit haben die meisten Bibliotheken derzeit nur unter der Woche geöffnet, was den Zugang für viele einschränkt.

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Fachleute fordern nun Veränderungen. Prof. Friedrich Schönweiss, Medienpädagoge, unterstreicht, dass Bibliotheken als dynamische Zentren für Sprache, Kultur und gesellschaftlichen Dialog fungieren sollten. Heike Pflugner, Vorsitzende des Bibliothekverbands NRW, beschreibt sie als den "dritten Ort" – einen sozialen Raum jenseits von Zuhause und Arbeitsplatz. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer unterstützt diese Vision und plädiert für Öffnungen an Sonn- und Feiertagen, um den Bedürfnissen der Gemeinschaft besser gerecht zu werden.

Bibliotheken bieten heute weit mehr als nur Bücher. Besucher können digitale Medien, Spielkonsolen, Computer und sogar 3D-Drucker nutzen. Viele veranstalten Workshops zu wichtigen Kompetenzen – vom Erkennen von Falschmeldungen bis hin zu Programmierkursen –, die sich an Kinder, Jugendliche und Senioren richten. Bei besonderen Events wie dem "Tag der Bibliothek" gibt es Aktivitäten wie Spieltests oder Führungen hinter die Kulissen, die das Publikum zusätzlich einbinden.

Die Forderung nach verlängerten Öffnungszeiten spiegelt die wachsende Nachfrage nach Bibliotheken als unverzichtbare Gemeinschaftsorte wider. Mit ihrem erweiterten Angebot und steigenden Besucherzahlen festigen sie ihre Rolle in den Bereichen Bildung, sozialer Austausch und kultureller Dialog. Künftige Anpassungen könnten sie noch zugänglicher für die Öffentlichkeit machen.

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