03 March 2026, 10:09

NRW bleibt 2025 bei Wasserkraft fast auf der Stelle – Experten warnen vor Energiewende-Rückstand

Eine Liniengrafik, die die erneuerbare Stromerzeugung nach Brennstoffart von 2000 bis 2040 zeigt, mit begleitendem Text.

Verband kritisiert Stillstand bei Wasserkraftausbau in NRW - NRW bleibt 2025 bei Wasserkraft fast auf der Stelle – Experten warnen vor Energiewende-Rückstand

Nordrhein-Westfalen verzeichnete 2025 kaum Zuwachs bei erneuerbaren Energien in Form von Wasserkraft – Experten schlagen Alarm

In Nordrhein-Westfalen gab es 2025 kaum Wachstum im Bereich der erneuerbaren Energien in Form von Wasserkraft, was bei Energieexperten Besorgnis auslöst. Trotz der Klimaziele des Landes und geeigneter Flussstandorte ging nur ein kleines Kraftwerk in Betrieb. Branchenvertreter kritisieren die Stagnation nun als Rückschlag für die erneuerbaren Energien.

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Im Jahr 2025 nahm NRW lediglich eine Mini-Wasserkraftanlage in Betrieb – ein 26-Kilowatt-Kraftwerk in Düren. Dies steht in krassem Gegensatz zu anderen Bundesländern, wo zwischen 2021 und 2025 rund 450 solche Anlagen (je unter 1 Megawatt Leistung) entstanden. Bayern führte mit etwa 150 neuen Standorten, gefolgt von Baden-Württemberg (120) und Sachsen (80).

Ende 2025 verfügte NRW über 517 Wasserkraftwerke mit einer Gesamtleistung von knapp 191 Megawatt. Zwar leistet dies einen bescheidenen Beitrag zur Energieversorgung, doch verblasst die Leistung im Vergleich zum 1.100-Megawatt-Steinkohlekraftwerk Datteln 4. Fachleute betonen, dass geeignete Standorte an Lippe, Rur und Werre weiterhin ungenutzt bleiben.

Der Landesverband Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW) bezeichnet die Lage als alarmierend. Verbandsvorsitzender Hans-Josef Vogel warnte, der Stillstand bei Neuprojekten widerspreche der Energiepolitik des Landes und berge wirtschaftliche Risiken. Zudem verwies er auf bürokratische Hürden wie lange Genehmigungsverfahren und Widerstand von Naturschutzverbänden. Ein Entwurf der NRW-Wasserstrategie sieht sogar eine beschleunigte Beseitigung von Flussbarrieren vor – was die Ausbauchancen der erneuerbaren Energien in Form von Wasserkraft weiter einschränken könnte.

Der Mangel an neuen Wasserkraftprojekten lässt NRW bei der Energiewende hinter anderen Bundesländern zurück. Mit nur einer Anlage im Jahr 2025 bleibt die Kapazität des Landes auf dem Stand. Branchenverbände fordern die Politik nun auf, regulatorische Verzögerungen abzubauen und die Wasserwirtschaft stärker an den Klimazielen auszurichten.