25 June 2026, 02:17

NRW sucht dringend Wasserstoff-Importwege für die klimaneutrale Zukunft bis 2045

Nordrhein-Westfalen: Veröffentlichung analysiert Wasserstoff-Importrouten für steigende Nachfrage

NRW sucht dringend Wasserstoff-Importwege für die klimaneutrale Zukunft bis 2045

Nordrhein-Westfalen steht vor einem starken Anstieg der Nachfrage nach klimaneutralem Wasserstoff bis 2045. Doch die Industrie und der Energiesektor des Landes können den wachsenden Bedarf nicht allein durch heimische Produktion decken. Ein neuer Bericht der Initiative IN4climate.NRW unterstreicht die Dringlichkeit, externe Bezugsquellen zu erschließen.

Der Bericht benennt mehrere mögliche Importrouten, um die Versorgungslücke zu schließen. Geprüft werden Pipelines aus den Niederlanden, von der Iberischen Halbinsel oder aus Skandinavien. Alternativ könnte Wasserstoff per Schiff aus entlegenen Regionen wie Brasilien transportiert werden.

Pipelines gelten als effizienteste Methode für den Transport von gasförmigem Wasserstoff. Die Kosten der verschiedenen Wege dürften sich voraussichtlich auf ähnlichem Niveau bewegen. Als Übergangslösung schlagen die Autoren den Import von grünem Ammoniak vor, während die notwendige Infrastruktur aufgebaut wird.

Um Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten zu verringern, empfiehlt der Bericht eine diversifizierte Importstrategie. Dies würde die Versorgung stabilisieren und Risiken durch einseitige Abhängigkeiten mindern.

Das Land muss zügig handeln, um die Importwege zu realisieren. Sowohl Pipelines als auch der Schiffsverkehr werden eine Rolle spielen, um den künftigen Wasserstoffbedarf zu decken. Ohne diese Maßnahmen könnte die Industrie in Nordrhein-Westfalen Schwierigkeiten bekommen, die benötigten Ressourcen zu sichern.

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