Ferienwohnungen in NRW vor den Herbstferien stark nachgefragt - NRW-Tourismusbranche zwischen Hoffnung und Kostendruck im Herbst
Eine aktuelle Umfrage unter Tourismusunternehmen in Nordrhein-Westfalen zeigt gemischte Erwartungen für die Herbstsaison. Über 500 Betriebe äußerten sich zu Buchungen, Kosten und den bevorstehenden Herausforderungen. Während einige Anbieter optimistisch in die Zukunft blicken, kämpfen andere mit wachsenden finanziellen Belastungen.
An der Online-Befragung beteiligten sich 571 Hotels, Ferienwohnungen, Campingplätze und weitere touristische Dienstleister aus der Region. Die Ergebnisse offenbarten eine gespaltene Stimmung: 37 Prozent der Unternehmen zeigten sich zufrieden oder sehr zufrieden mit der erwarteten Auslastung, während 26 Prozent unzufrieden waren. Eine kleinere Gruppe von 6 Prozent bezeichnete sich sogar als sehr unzufrieden.
Besonders Ferienwohnungen und -häuser stachen positiv hervor: 55 Prozent der Anbieter in diesem Segment äußerten sich zufrieden mit ihren Buchungsständen. Die Tourismus NRW, die Landesmarketinggesellschaft, rechnet mit einem regen Herbst – sowohl bei Übernachtungen als auch bei Tagesausflügen. Zudem wurde ein Trend zu Last-Minute-Buchungen beobachtet, was auf weitere Steigerungen bei den Reservierungen hindeutet.
Steigende Kosten bleiben jedoch ein zentrales Problem. Fast die Hälfte der Betriebe (42 Prozent) nannte höhere Betriebskosten als größte Herausforderung, während 34 Prozent auf sinkende Ausgaben der Gäste verwiesen. Angesichts dieser Lage forderte Dehoga-NRW-Präsident Patrick Rothkopf die Politik auf, Entlastungen zu schaffen – etwa durch eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel, flexiblere Arbeitszeitregelungen und vereinfachte Einwanderungsbestimmungen für Fachkräfte.
Die Umfrage zeichnet das Bild einer Branche, die sich auf eine lebhafte Herbstsaison vorbereitet, aber gleichzeitig mit finanziellen Belastungen ringt. Ferienunterkünfte verzeichnen die höchste Nachfrage, während branchenweite Forderungen nach politischen Maßnahmen die Kostendruckproblematik angehen sollen. Da Reisende weiterhin kurzfristig buchen, dürften die Reservierungszahlen weiter steigen.






