04 March 2026, 01:46

Ohligs streitet um Parkplatzverlust und neue Radwege im Stadtzentrum

Eine Straßenszene in der Stadt mit einem geparkten Fahrrad, fahrenden Fahrzeugen, Fußgängern, Pfählen, Verkehrsampeln, Schildern, Bäumen, Gebäuden mit Fenstern und einem klaren blauen Himmel.

Ohligs streitet um Parkplatzverlust und neue Radwege im Stadtzentrum

Pläne zur Umgestaltung der Verkehrswege im Ohligser Stadtzentrum stoßen auf massiven Widerstand

Die Pläne zur Neugestaltung der Zufahrtswege im Zentrum von Ohligs sind auf massiven Widerstand lokaler Verantwortungsträger gestoßen. Bezirksbürgermeister Westkämper warnte, dass eine Umsetzung der aktuellen Vorschläge Unternehmen und Anlieger schwer belasten würde. Im Mittelpunkt der Debatte steht der Verlust von bis zu 170 Parkplätzen durch die Umgestaltung des Cityrings und eine neue Fahrradroute.

Auf einer jüngsten Sitzung des Bezirksrats wurde die Entscheidung vertagt, mit dem Aufruf, die Pläne grundlegend zu überarbeiten, bevor eine endgültige Beschlussfassung erfolgt.

Der Streit entzündete sich an den Vorschlägen der Verwaltung zur Umgestaltung des Ohligser Stadtzentrums, darunter die Neukonzeption des Cityrings und eine Veloroute. Diese Pläne könnten rund 70 Parkplätze im Rahmen des Cityring-Projekts und bis zu 100 weitere für die Fahrradroute kosten. Westkämper argumentierte, dass solche Verluste den Einzelhandel zusätzlich schwächen würden, der ohnehin schon unter schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen leide.

In der Sitzung des Bezirksrats OAM lehnte die CDU-Fraktion die Pläne als "inakzeptabel" ab und forderte Nachbesserungen am lokalen Verkehrsentwicklungskonzept. Westkämper kritisierte die Verwaltung dafür, die Bedenken herunterzuspielen, und mahnte mehr Dialog mit betroffenen Unternehmen und Anwohnern an.

Trotz der Spannungen zeigt sich Westkämper offen für eine Lösung. Er betonte die Notwendigkeit "konsensbasierter Antworten" statt überstürzter Entscheidungen – auch wenn die Verwaltung auf eine Frist bis Februar drängt, um die Fahrplananpassung bis zum 14. Juni umzusetzen. Nun geht es darum, einen "vernünftigen Kompromiss" zu finden, der die Bedürfnisse aller Verkehrsteilnehmer berücksichtigt.

Der Bürgermeister bezeichnete eine Umsetzung der Pläne ohne Überarbeitung als "Angriff auf die berechtigten Interessen" der Menschen in Ohligs. Seine Haltung spiegelt die allgemeine Frustration über mangelnde Bürgerbeteiligung und die möglichen wirtschaftlichen Folgen durch den Wegfall von Parkflächen wider.

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Die Umgestaltungspläne verzögern sich nun, während die Verantwortlichen nach einer überarbeiteten Lösung suchen. Mit bis zu 170 gefährdeten Parkplätzen warten Gewerbetreibende und Anwohner auf weitere Gespräche. Die Verwaltung muss die Bedenken ausräumen, bevor bis zur Fahrplananpassung im Juni eine endgültige Entscheidung fallen kann.