„Orange Days“: Wie ein Film über Gewalt gegen Frauen Betroffene zum Handeln bewegt
Swantje Weinhage„Orange Days“: Wie ein Film über Gewalt gegen Frauen Betroffene zum Handeln bewegt
In Wesel, Hamminkeln und Schermbeck läuft derzeit die Kampagne "Orange Days", um auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen. Die örtlichen Gleichstellungsstellen zeigten kürzlich den Film Für immer dein, der das Schicksal einer jungen Frau in einer missbräuchlichen Beziehung erzählt. Die Veranstaltung hinterließ bei vielen Zuschauer:innen sichtlich tiefe Eindrücke. Die Aktion findet vom 25. November bis zum 10. Dezember 2025 statt und soll das Bewusstsein für Gewalt gegen Frauen und Mädchen schärfen. Offizielle Zahlen aus dem Jahr 2024 verzeichnen in Deutschland 265.942 registrierte Gewaltopfer – 73 von 100 Betroffenen sind Frauen. Statistiken zeigen zudem, dass mehr als jede dritte Frau im Land mindestens einmal in ihrem Leben körperliche oder sexuelle Gewalt erlebt. Im Rahmen der Kampagne organisierten die Gleichstellungsstellen in Wesel, Hamminkeln und Schermbeck die Vorführung von Für immer dein. Der Film begleitet eine selbstbewusste junge Frau, deren Leben in eine Abwärtsspirale aus Gewalt gerät. Obwohl Regisseur:innen und Schöpfer:innen des Werks namentlich nicht genannt werden, traf die Geschichte bei den Zuschauer:innen auf große Betroffenheit. Die Gleichstellungsbeauftragten vor Ort rufen betroffene Frauen dazu auf, sich Hilfe zu suchen. Das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen unter der Nummer 08000 116 016 bietet vertrauliche Unterstützung an. Die "Orange Days" lenken weiterhin den Blick auf das weitverbreitete Problem der Gewalt gegen Frauen. Durch bewegende Filmvorführungen wie Für immer dein hoffen die Veranstalter:innen, dass mehr Menschen die Anzeichen von Missbrauch erkennen. Betroffene finden weiterhin Zugang zu Beratungs- und Hilfsangeboten.