PETA enthüllt Missstände: Elefanten im Wuppertaler Zoo leiden für Touristen-Shows
Swantje WeinhagePETA enthüllt Missstände: Elefanten im Wuppertaler Zoo leiden für Touristen-Shows
Wuppertal: Beunruhigende Aufnahmen aus dem Zoo
Vorspann: Elefanten für kommerzielle Zwecke ausgebeutet: Videoaufnahmen, die zwischen Mai und Juli 2018 entstanden und von PETA veröffentlicht wurden, zeigen, wie die Tiere im Wuppertaler Zoo von Tierpflegern gewaltsam beherrscht, zum Posieren mit Besuchern gezwungen und zu Kunststücken dressiert werden. Oberbürgermeister Andreas Mucke und die Stadtratsfraktionen wurden von PETA informiert, zeigten jedoch kein Interesse an einem persönlichen Gespräch. Die Tierrechtsorganisation fordert daher die Zooleitung und die Stadt Wuppertal auf...
Veröffentlichungsdatum: 6. November 2018, 11:15 Uhr
Schlagwörter: Unterhaltung, Prominente, Popkultur, Science-Fiction und Fantasy
Artikeltext: Die Tierrechtsorganisation PETA fordert den Wuppertaler Zoo auf, den Einsatz von Elefantenspießen (Bullhooks) bei seinen Elefanten zu beenden und stattdessen auf sicherere Umgangsmethoden umzusteigen. Zudem verlangt die Organisation von der Stadt Wuppertal ein Verbot der Zucht und des Imports von Elefanten, um deren Haltung in Gefangenschaft langfristig zu beenden. Aktuelle Aufnahmen zeigen, wie die Tiere gezwungen werden, Kunststücke vorzuführen und mit Besuchern für Fotos zu posieren.
Laut PETA leiden die Elefanten im Wuppertaler Zoo – darunter auch das Baby Tuffi – unter psychischem Stress durch den Einsatz der scharfen Spießen, mit denen die Tiere angeblich in die Haut gestochen und an den Stoßzähnen gezogen werden. Die derzeitige „Direktkontakt“-Methode des Zoos ermöglicht es den Pflegern, ohne Schutzbarrieren mit den Elefanten zu interagieren – ein Vorgehen, das PETA als riskant für Verletzungen und Krankheitsübertragungen auf Tiere und Besucher alike bezeichnet.
Der Zoo profitiert zudem von Veranstaltungen wie Hochzeiten und privaten Führungen innerhalb des Elefantengeheges. PETA wirft der Einrichtung vor, die Tiere damit für Unterhaltungszwecke auszubeuten. Aufnahmen aus dem Jahr 2018 zeigen, wie Elefanten für Gäste Kunststücke aufführen müssen – eine Praxis, die die Organisation als missbräuchlich brandmarkt.
Elefanten in Gefangenschaft entwickeln häufig Verhaltensstörungen, Fußkrankheiten und Gelenkprobleme, was zu einer deutlich geringeren Lebenserwartung im Vergleich zu wildlebenden Artgenossen führt. PETA betont, dass kein Zoo den komplexen Bedürfnissen dieser Tiere gerecht werden könne. Die Organisation setzt sich für einen Wechsel zum „Protected Contact“ ein, bei dem Pfleger und Elefanten stets durch Barrieren getrennt sind.
PETAs Kampagne richtet sich sowohl an den Wuppertaler Zoo als auch an die städtischen Verantwortlichen. Die Organisation fordert ein sofortiges Ende des Spießeneinsatzes, ein Verbot von Elefantenzucht und -importen sowie den Übergang zu sichereren Umgangsformen. Da in Zoos geborene Elefanten niemals in die Wildnis entlassen werden, sieht PETA die schrittweise Abschaffung ihrer Haltung als einzige ethisch vertretbare Lösung.