14 January 2026, 19:32

Polizei schlägt bei E-Scooter-Kontrollen in Ratingen hart zu

Eine Reihe von E-Scootern, die auf der Seite einer Straße mit einem Geländer auf der rechten Seite geparkt sind. Im Hintergrund gibt es Gebäude, Bäume, Pfosten, Verkehrszeichen und Schilder unter einem klaren blauen Himmel.

Polizei schlägt bei E-Scooter-Kontrollen in Ratingen hart zu

Polizei in Ratingen führt gezielte Kontrollen gegen illegale E-Scooter-Nutzung durch

Am 26. November 2025 hat die Polizei in Ratingen eine gezielte Aktion durchgeführt, um gegen den missbräuchlichen Einsatz von E-Scootern vorzugehen. Im Rahmen des sogenannten zOOm-Projekt lag der Fokus auf der Durchsetzung der Verkehrsregeln und der Identifizierung nicht versicherter Fahrzeuge. Bei der Razzia kam es zu mehreren Festnahmen und Bußgeldbescheiden.

Die Maßnahme war Teil eines übergeordneten Kriminalpräventionsprogramms der Kreispolizeibehörde Mettmann. Alle drei Monate verstärken Beamte ihre Streifen in ausgewählten Stadtteilen, um gezielt gegen bestimmte Problemfelder vorzugehen. Diesmal standen E-Scooter im Mittelpunkt der Kontrollen.

Bei den Überprüfungen wurden vier Fahrer angehalten, weil sie nicht versicherte Scooter nutzten. In Deutschland müssen alle elektrischen Kleinstfahrzeuge – ob geliehen oder privat besessen – über einen gültigen Versicherungsschutz verfügen. Wer ohne ihn erwischt wird, muss nun mit einer Strafanzeige rechnen. Insgesamt wurden zehn Verkehrsverstöße dokumentiert. Zwei Personen fuhren ohne Führerschein, ein weiterer wurde auf einem gestohlenen E-Scooter an der Berliner Straße gestoppt. Eine 42-jährige Frau aus Ratingen wurde zudem an der South-Dakota-Brücke kontrolliert, nachdem sie positiv auf Alkohol und Drogen getestet worden war – ihr Blutalkoholwert lag bei 1,2 Promille. Für E-Scooter-Fahrer gelten strenge Alkoholgrenzen: Ab 21 Jahren darf der Wert 0,5 Promille nicht überschreiten, bei auffälliger Fahrunsicherheit kann jedoch bereits ab 0,3 Promille eine Strafverfolgung eingeleitet werden. Jüngere Fahrer oder Fahranfänger unterliegen einer Null-Promille-Grenze; Verstöße werden mit Bußgeldern bis zu 500 Euro, einem einmonatigen Fahrverbot und Punkten in Flensburg geahndet.

Neben den Verkehrsdelikten führte die Aktion zu einer unerwarteten Festnahme: Ein wegen Betrugs gesuchter Mann wurde vorläufig festgenommen und zahlte eine Sofortstrafe, um eine Ingewahrsamnahme zu vermeiden.

Das zOOm-Projekt unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, die E-Scooter-Nutzung in Deutschland zu regulieren. Die Polizei wird weiterhin die Einhaltung der Versicherungs-, Führerschein- und Alkoholvorschriften überwachen. Weitere Kontrollen sind geplant, ein fester Zeitplan wurde jedoch noch nicht bekannt gegeben.