Prozess um mutmaßlichen Tritt in U-Bahn-Treppe: 15 Jahre Haft drohen
Ladislaus DowergProzess um mutmaßlichen Tritt in U-Bahn-Treppe: 15 Jahre Haft drohen
Ein 25-jähriger Mann aus Duisburg steht vor Gericht, weil er angeblich einen schwer alkoholisierten 29-Jährigen im Februar 2022 an der U-Bahn-Station Harry-Epstein-Platz eine Treppe hinuntergestoßen haben soll. Das Opfer erlitt dabei lebensbedrohliche Verletzungen und fiel ins Koma.
Ursprünglich hatten die Behörden den Sturz als Unfall eingestuft. Später behauptete der Verletzte jedoch, er sei geschubst worden – und Ermittler fanden laut Berichten Videoaufnahmen des Streitgeschehens. Die Schwere der Verletzungen wurde deutlich, als das Opfer nach einem Nottransport per Hubschrauber ins Krankenhaus notoperiert werden musste.
Der Angeklagte muss sich nun wegen versuchten Totschlags verantworten. Die Staatsanwaltschaft fordert im Falle einer Verurteilung eine Höchststrafe von 15 Jahren Haft. Trotz der Beweislage bleibt das Motiv für die Tat unklar. Der Prozess nähert sich seinem Ende; mit einem Urteil wird Mitte März gerechnet.
Die Entscheidung des Gerichts wird darüber bestimmen, ob der Beschuldigte des versuchten Totschlags schuldig ist. Bei einer Verurteilung droht ihm eine Haftstrafe von bis zu 15 Jahren. Ausschlaggebend für den Fall sind die Videoaufnahmen sowie die Aussage des Opfers, bewusst gestoßen worden zu sein.






