Regen, Satire und Solidarität: Kölner Rosenmontagszug startet mit klarem Statement
Ehrentraud ZirmeHöhepunkt des Straßenkarnevals: Kölns Rosenmontagszug hat begonnen - Regen, Satire und Solidarität: Kölner Rosenmontagszug startet mit klarem Statement
Kölner Rosenmontagszug startet im Regen – Satire auf AfD und Trump erwartet
Um 10:00 Uhr begann heute der Kölner Rosenmontagszug bei Regenwetter und läutete damit die diesjährigen Karnevalsfeierlichkeiten ein. Unter dem Motto "ALAAF – Mer dun et för Kölle" ("Wir tun es für Köln") würdigt die Veranstaltung das Engagement der ehrenamtlichen Helfer der Stadt und verspricht fast vier Stunden ausgelassene Stimmung. Die Jecken dürfen sich auf rund 300 Tonnen Süßigkeiten und 300.000 kleine Blumensträuße entlang der Strecke freuen.
Die ersten Wagen werden voraussichtlich gegen 13:50 Uhr das Ziel erreichen. In diesem Jahr nimmt der Umzug aktuelle Themen satirisch aufs Korn – darunter den Aufstieg der AfD und die Versuche, sich bei Donald Trump beliebt zu machen. Auch der Düsseldorfer Zug, der dem Kölner folgt, wird in seinen Motiven den russischen Präsidenten Wladimir Putin auf die Schippe nehmen.
Im Mittelpunkt der Kontroverse steht nach wie vor Jacques Tilly, der leitende Wagenbauer Düsseldorfs. Gegen ihn läuft in Moskau ein Strafverfahren wegen der karikierenden Darstellung Putins, doch die deutsche Justiz kann nicht eingreifen, da der Fall unter russische Gerichtsbarkeit fällt. Unbeeindruckt setzt Tilly seine Arbeit fort. Die Karnevalsvereine in ganz Deutschland zeigen sich solidarisch: Bereits für den Kölner Zug 2026 sind unterstützende Wagen und Parolen wie "Mer ALL sin Tilly" ("Wir sind alle Tilly") geplant.
Stundenlang wird der Umzug für Unterhaltung und politische Kommentare sorgen. Während Tillys juristischer Kampf in Russland weitergeht, steht die Karnevalsgemeinschaft fest an seiner Seite. Die Feiern in Köln und Düsseldorf finden wie geplant statt – eine Mischung aus Tradition und beißender Satire.






