25 March 2026, 06:19

Renault revolutioniert E-Auto-Batterien als langfristige Wertanlagen statt Einwegprodukte

Eine Liniengrafik, die den Anstieg der Batterieelektrofahrzeugverkäufe in Australien zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Renault revolutioniert E-Auto-Batterien als langfristige Wertanlagen statt Einwegprodukte

Renault Gruppe gestaltet Batterie-Lieferkette um und behandelt Akkus als wertvolle Langzeit-Assets statt als Wegwerfprodukte

Der Wandel kommt zu einer Zeit, in der Batterien für Elektrofahrzeuge (E-Autos) mittlerweile bis zu 30 Prozent des Gesamtwerts eines Autos ausmachen. Mit der neuen Strategie will der Konzern Fahrzeuge länger auf der Straße halten und defekte Akkus schneller reparieren oder austauschen.

Um die Reparaturzeiten zu verkürzen, führte Renault 2023 im Rahmen seines Mobilize Battery-as-a-Service (BaaS)-Modells ein Batterie-Tauschsystem ein. Kunden zahlen monatliche Gebühren und erhalten in weniger als zwei Minuten einen Ersatzakku an speziellen Stationen – erste Pilotstandorte gibt es bereits in Frankreich, Deutschland und den Niederlanden.

Wie Israfil Beker, bei Renault Gruppe verantwortlich für die Aftersales-EV-Lieferkette, in einem Interview mit Automotive Logistics in Bonn erläuterte, kann sich das Unternehmen keine wochenlangen Stillstandszeiten wegen Batterieproblemen leisten. Stattdessen entlastet das Tauschprogramm Kunden von Wartezeiten, indem sie sofort einen funktionsfähigen Akku erhalten, während der originale parallel repariert wird.

Renaults Lieferkette ist mehrdimensional angelegt und vernetzt Händler, Werkstätten, Lager und Recyclingbetriebe. Ziel ist ein 360-Grad-Modell, in dem jeder Partner gleichzeitig Lieferant und Kunde ist, um die Effizienz zu steigern. Herausforderungen bleiben jedoch – insbesondere bei der Echtzeit-Datentransparenz. Da verschiedene Partner separate ERP-, WMS- und TMS-Systeme nutzen, gestaltet sich die Koordination schwierig.

Hinzu kommen regulatorische Hürden: Batterien gelten als Gefahrgut, und die Vorschriften können selbst innerhalb eines Landes wie Deutschland unvorhersehbar variieren. Um Lagerprobleme zu lösen, setzt Renault auf Kreislaufwirtschaft und wiederverwendet oder recycelt Komponenten wo immer möglich. Bis 2026 plant das Unternehmen, seine Tauschstationen in ganz Europa auszubauen – aufbauend auf ersten Erfolgen in Paris, Berlin und Amsterdam.

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Durch die Behandlung von Batterien als langfristige Assets reduziert Renault Stillstandszeiten und Kosten. Das Tauschprogramm und der kreislauforientierte Ansatz adressieren sowohl logistische als auch regulatorische Herausforderungen. Mit der geplanten Expansion soll das System E-Autos reibungslos in Betrieb halten und gleichzeitig Abfall sowie Verzögerungen minimieren.

Quelle