09 May 2026, 16:17

Rettungskräfte fordern dringend neues Breitbandnetz als Digitalfunk-Nachfolger

Zwei Feuerwehrleute in Schutzausrüstung stehen nebeneinander in einem Raum mit textgefüllten Tafeln an der Wand und Rohren darüber.

Rettungskräfte fordern dringend neues Breitbandnetz als Digitalfunk-Nachfolger

Rettungskräfte in Deutschland drängen auf neues Breitband-Kommunikationssystem als Ersatz für das aktuelle Digitalfunk BOS

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Das bestehende Netzwerk bewältigt zwar Sprachübertragungen und einfache Daten zuverlässig, doch für moderne Anforderungen reicht die Kapazität nicht aus. Behörden warnen: Ohne Aufrüstung drohen Einsatzkräften in Krisensituationen kritische Ausfälle.

Auf dem jüngsten Blaulicht-Tag in Essen betonten Fachleute den dringenden Bedarf an einem eigenen Breitbandnetz. Bei Vorführungen der Essener Feuerwehr wurde der aktuelle Digitalfunk BOS mit den künftigen Möglichkeiten verglichen. Das System muss unabhängig im UHF-Bereich (470–694 MHz) funktionieren, um auch bei Ausfall öffentlicher Netze zuverlässig zu arbeiten.

NRW-Innenminister Herbert Reul unterstrich, dass sich Rettungskräfte Kommunikationspannen schlicht nicht leisten dürften. Staatssekretärin Dr. Daniela Lesmeister ergänzte, der Verlust der Frequenzhoheit wäre für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste katastrophal. Zwar bewährte sich das System 2022 bei einem Stromausfall in Berlin – doch flächendeckende Modernisierungen seien nun unverzichtbar.

Die Koordinierungsstelle Digitalfunk BOS in Nordrhein-Westfalen steuert den Umstellungsprozess. Für Rückfragen steht sie unter [email protected] zur Verfügung. Medienanfragen richten sich an die Pressestelle des Landesamts für Zentrale Polizeiliche Dienste.

Das geplante Breitbandnetz soll es Einsatzkräften ermöglichen, selbst bei Großschadenslagen zu kommunizieren. Es baut auf der bewährten Stabilität des Digitalfunks BOS auf, ergänzt um moderne Datenfunktionen. Nun arbeiten die Behörden daran, die benötigten Frequenzen und die Infrastruktur zu sichern.

Quelle